
Aktuell wird im Gemeinderat ja über eine grundlegende Sanierung des Inneringer Sees, der „Weda“ diskutiert. Nun hat sich gezeigt: Schon vor über 100 Jahren machte man sich vor Ort Gedanken um die Optik des Sees, deshalb wurde 1911 eigens ein Fischereiverein gegründet.
Vermutlich war die Verkrautung schon damals ein Problem, denn wie aus der nachfolgenden Transkription des oben abgebildeten Textes hervorgeht, wurden in Langenenslingen Karpfen beschafft. Vermutlich hoffte man, dass diese das Kraut als Nahrung verwerten.
Mehr aus optischen Gründen war dann auch das Einsetzen von Goldorfen (eine Karpfenart) und Schleien geplant.
HIer die Transkription des oben abgebildeten Textes:
Mai 1911
In der ca. 34 Ar großen „Wedelache“, die an der Straße nach Veringen liegt, wurden Anfangs des Monats April Karpfen eingesetzt. Diese erfreuen sich bis heute einer gedeihlichen Entwicklung, wovon der am 8 Mai tagende neue Fischereiverein – Mitgliederzahl neun Personen – in seiner ersten Versammlung, die Lehrer Stauß hielt, Kenntnis nahm. Die Karpfen wurden von der Fischzüchterei des Lehmann in Langenenslingen um einen sehr annehmbaren Preis erworben. In nächster Zeit werden noch einige Goldorfen und Schleien zur Verschönerung des Teichs eingesetzt werden – „Petri Heil“
Mitglieder des Fischereivereins:
| Vorsitzender: Lehrer Stauß | |
| Pfarrer Eisele | Albert Ott, Landwirt, Pächter |
| Dr. Henne | Albert Ott, Landwirt, Pächter |
| Braumeister Maier zur Sonne | Adlerwirt Karl Ott |
| Konditor Jos. Stöhr | Albert Ott, Landwirt, Pächter |