Die Narrenzunft hat jetzt eine Zwergengarde

Spagat, Fächer, Pendel oder Spitze - die Mini-Tanzgarde der Inneringer Narrenzunft übt schon fleißig auf die Fasnet im nächsten Jahr. Foto: Sabine Rösch

Spagat, Fächer, Pendel oder Spitze – die Mini-Tanzgarde der Inneringer Narrenzunft übt schon fleißig auf die Fasnet im nächsten Jahr. Foto: Sabine Rösch

Der Run auf die Tanzgarden der Nar­ren­zunft In­ne­rin­gen hält an. Um alle Mädchen unterbringen zu können, rich­tet der Verein nun eine Zwer­gen­gar­de ein.

Freitags ist Gardeprobetag ab halb fünf bis zehn Uhr abends im Inneringer Narrenheim. Zwergengarde, Minigarde, mittlere Garde und große Garde, das erklärte Ziel vieler Inneringer Mädels lautet, an der Fasnet bei der Garde dabei zu sein. Deshalb musste eine vierte Gardetruppe gegründet werden, alte Kostüme wurden entstaubt und aufbereitet, und die Zwergengarde ist entstanden.

Mit dem Eintritt in die Schule beginnt für die Mädchen auch der Eintritt in die Garde. Darauf fiebern viele Mädchen hin, endlich in die Tanzgarde zu dürfen. Das brachte die Trainerinnen und Nadine Berner, Gardebeauftragte der Inneringer Tanzgarden, ganz schön in die Bredouille. Denn die bestehenden drei Garden waren voll besetzt, und einem Wechsel in die nächste Gardestufe, wie in den Jahren davor, gab es einfach nicht.

Die Mädchen vor den Kopf stoßen, das wollten die Trainerinnen auf gar keinen Fall. Also stöberten Nadine und die Trainerinnen im Hässchrank vom Narrenverein und zogen die allerersten Gardekostüme aus der untersten Schachtel hervor. Cordula Fink nahm sich den Kostümen an und änderte diese entsprechend. „Wir integrieren die Kleinen, die Zwerge, irgendwie bei unseren Minis“. Corinna Datz, Vanessa Teufel, Carla Rösch, Lorena Datz und Sophia Teufel nahmen sich dieser Aufgabe an und es sollte funktionieren. Und zwar hat es so gut funktioniert, dass es für die kommende Fasnet die eigenständige Zwergengarde gibt, natürlich mit einer eigenen Tanzaufführung. „Wir konnten alle kommenden Erstklässler-Mädels noch aufnehmen, aber momentan haben wir keine Kostüme mehr und sind also an der Kapazitätsgrenze“ sagen Corinna und Vanessa und freuen sich sehr über den Zulauf.

Geprobt wird bei allen vier Garden ab Ostern das ganze Jahr durch, sogar in den Sommerferien. „Die Beweglichkeit geht schnell verloren, wenn man nicht ständig übt. Deshalb bleiben wir lieber am Ball, auch wenn in den Ferien nie alle da sind und die Probe der Choreographie daher schwierig ist“, sagen Vanessa und Corinna, die selber in der großen Garde mittanzen und schon seit über zehn Jahren mit den Minis trainieren. Wie alle anderen Trainerinnen übrigens auch.

Tanzprobe auf Handy

Melissa Datz, Katja und Alisa Metzger, Trainerinnen bei der mittleren Garde, haben für ihre mittleren Mädels einen cleveren Zug entwickelt: Die Tanzprobe wird mit dem Handy aufgenommen und anschließend in die Whatsapp-Gruppe gestellt. Wer nicht da war, muss zu Hause mit dem Filmchen üben. Das klappt wohl auch ganz gut, die Mädels ermutigen sich gegenseitig. „Wir haben Whatsapp-Gruppe mit den Müttern“, schmunzeln die Trainerinnen, „das erleichtert die Terminabsprache und Organisation sehr.“ Für die große Garde ist nach wie vor Nadine Berner zuständig, selbst frisch gebackene Mama. „Bei unserem Training ist jetzt das mit Abstand jüngste Gardemädel mit seinen fünf Wochen dabei – meine Tochter“, so die stolze Mama.

Quelle: Schwäbische Zeitung

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