Teil 3 des Historienspiels wird im Juli aufgeführt

Das „HoKi“-Team koordiniert, plant und probt für die finale Aufführung der Inneringer Dorfentstehungsgeschichte (von links): Gertrud Schüle, Silvia Amann, Daniela Müller, Barbara Teufel und Erika Kallweit. Foto: Sabine Rösch

Der dritte und letzte Teil des von Erwin Zillenbiller verfassten Historienspiels über Inneringen wird im Juli aufgeführt. Mehr als 100 Inneringer sind schon fleißig am Proben.

Mit dem dritten Teil des Schauspiels zur Inneringer Dorfentstehungsgeschichte kommt am zweiten Juliwochenende die jüngste Zeitepoche der interessanten Geschichte zur Aufführung, nämlich vom Zeitraum 1600 bis zur Gegenwart. Das Organisationskomitee um Silvia Amann bereitet sich auf das finale Spektakel intensiv vor.

Die sehr informative Aufarbeitung der Dorfentstehungsgeschichte ist dem kulturbewanderten Autor Erwin Zillenbiller zu verdanken. „Bücher verstauben in Regalen, sehr wenige befassen sich mit Geschichte. Die muss erlebbar gemacht werden“, sagt Zillenbiller, und diese Intention wurde und wird mit großem Erfolg in Inneringen umgesetzt.

Mit Silvia Amann hat eine erfahrene Laienschauspielerin und Regisseurin das Heft in der Hand, ein Dorfgemeinschaftswerk mit rund einhundert Akteuren entstand. Das erste Schauspiel der Trilogie zur Dorfentstehung fand vor zwei Jahren auf einer Bühne auf dem Inneringer See statt. Diese Landschaftsgeschichte befasste sich mit der erdgeschichtlichen Formung der Landschaft, die frühgeschichtliche Besiedlung und die Entstehung des Haufendorfs.

Im vergangenen Jahr war das Dorf im frühen Mittelalter das zentrale Thema, passenderweise wurde die Bühne hier bei der Kirche aufgebaut, dem tatsächlichen Ort der Dorfentstehung. Nun wird für den dritten Teil des Historienspiels geprobt.

Diese Epoche befasst sich mit der Dorfgeschichte ab dem 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart und wird auf dem Hof der alten Schule aufgeführt. „Das ist zunächst ziemlich harte Kost, denn der Beginn dieser Epoche ist von Trauer und Schmerz, von Krieg und Pest, von Gewalt und Plünderungen geprägt“, erläutert Silvia Amann.

Trauerfrauen singen in der ersten Szene das Pestlied. Die Pest, die um 1600 grassierte, dezimierte die Bevölkerung drastisch. Schwedische Landsknechte überfallen den Ort, sie plündern und legen Brände. Die zweite Szene spielt um 1800 und zeigt das Dorf zwischen Freiheit und Naturgewalt auf. Bis zum heutigen Tag wird in Inneringen am 24. August an das verheerende Hagelunwetter von 1853 mit Kirchenglockenläuten erinnert. Die dritte Szene spielt im Wirtshaus um 1900, am Anfang der Zeit, die von den Weltkriegen geprägt war. Bis hin zur Gemeindereform in den 1975er-Jahren wird die Dorfentstehungsgeschichte theatralisch, tänzerisch und gesanglich dargestellt. Wiederum wirken fast einhundert Teilnehmer und Darsteller mit, worauf das Team besonders stolz ist.

Schon das ganze Jahr ist das „Hoki-Team“ am Planen und Organisieren. Das Schauspiel findet auf jeden Fall statt, es gibt eine Ausweichmöglichkeit in einer Scheune, sollte das Wetter einen Strich durch die Freiluftaufführung machen.

Das Historienspiel wird am 8.Juli um 18 Uhr und am Sonntag 9.Juli um 15 Uhr im Hof der alten Schule in Inneringen aufgeführt.

Quelle: Schwäbische Zeitung

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