Hallensanierung kann im März beginnen

Die sanitären Räume in der Inneringer Turn- und Festhalle strahlen den Charme der 1970er-Jahre aus. Ob sie auch saniert werden, wird in der Gemeinderatssitzung am 20. September entschieden.

Die sanitären Räume in der Inneringer Turn- und Festhalle strahlen den Charme der 1970er-Jahre aus. Ob sie auch saniert werden, wird in der Gemeinderatssitzung
am 20. September entschieden.

Verwaltung stellt Pläne vor – Gemeinderat diskutiert Wünsche der Inneringer Vereine.

In der kommenden Gemeinderatssitzung am 20. September will die Stadtverwaltung den Startschuss zur Sanierung der Inneringer Festhalle geben. Gleich zu Beginn des nächsten Jahres soll mit den Arbeiten begonnen werden. In der Sitzung wird die verfeinerte Planung vorgestellt und entschieden, was alles umgesetzt werden soll.

Der Kämmerer der Stadt Werner Leipert hat sich in den vergangenen Monaten intensiv mit den Zuschüssen auseinandergesetzt. Dabei hat er versucht, alle möglichen Töpfe anzuzapfen. Manches ist auch schon unter Dach und Fach. So gibt es aus der Sportförderung 113 000 Euro. „Das ist die maximale Förderung, die wir hier bekommen können“, sagt Leipert. Weitere 20 000 Euro gibt es aus dem Programm für Klimaschutzmaßnahmen. Aus dem kommunalen Investitionsförderprogramm kommt eine Pauschalsumme von 5700 Euro. „Das ist nicht viel, aber auch das Geld nehmen wir als finanzschwache Kommune gerne an“, so Kämmerer Leipert.

Der größte Brocken sollte aus dem Ausgleichsstock kommen. Und zwar hat die Verwaltung 800 000 Euro aus dem Ausgleichsstock beantragt. Doch Hettingen kommt 2016 nicht zum Zug, weil es zu viele Anträge gibt. Als Trostpflaster legte das Regierungspräsidium der Stadt nahe, einen anderen Antrag für den sogenannten Ausgleichsstock 2 zu stellen. Aus diesem Topf erhält Hettingen dieses Jahr nun 230 000 Euro. Für das Jahr 2017 kann die Stadt nun erneut einen Antrag für Mittel aus dem Ausgleichsstock stellen. Leipert hofft, dass man 400 000 bis 500 000 Euro bekommen werde.

Sanierungsmaßnahmen kosten rund zwei Millionen

Insgesamt rechnet der Kämmerer mit etwa 800 000 Euro an diversen Zuschüssen. Die Sanierungsmaßnahmen werden immerhin insgesamt rund zwei Millionen kosten. die Differenz von 1,2 Millionen ist im diesjährigen Haushalt schon bereitgestellt. Sie muss jetzt nur noch kalkulatorisch in den Haushalt des kommenden Jahres gehoben werden. „Dann können wir loslegen“, so Leipert, zumindest von den Finanzen her. Wenn das Geld nicht reichen sollte, muss zusätzlich ein Kredit aufgenommen werden.

Die zwei Millionen reichen nämlich gerade für das Notwendigste – für Einrichtungen, die nicht mehr funktionieren oder nicht mehr den gesetzlichen Vorschriften entsprechen. Die Wünsche der Vereine sind dabei noch nicht berücksichtigt. Dazu gehören beispielsweise eine neue Wandverkleidung, ein neuer Fußboden, eine neue Lüftungsanlage, eine neue Küche und neue Sanitäranlagen. Das würde etwa 200 000 Euro zusätzlich kosten. „Wand, Boden und Lüftung müssen wir machen“, sagt der Kämmerer entschieden, da führe kein Weg vorbei. Über Küche, Sanitäranlagen und Bodenheizung werde man allerdings in der kommenden Gemeinderatssitzung noch diskutieren müssen.

Dass es eine muntere Diskussion werden kann, zeigt der kleine Schlagabtausch zwischen Wilfried Liener (Hettingen) und Gerhard Sprißler (Inneringen) in einer der vorangegangenen Sitzungen. Der eine stellte die Fußbodenheizung infrage, der andere konterte, dass die Initiativgruppe sich auf Minimalwünsche beschränke. Vom Tisch ist inzwischen ein Anbau für Gerätschaften, den sich einige Vereine gewünscht haben. „Es gibt genug Unterstellmöglichkeiten im Ort“, sagte Leipert. Dinge, die selten gebraucht werden, wie beispielsweise eine Bar, müssen nicht direkt bei der Halle untergebracht sein.

Die Wände machen deutlich, dass die Inneringer Halle dringend sanierungsbedürftig ist.

Die Wände machen deutlich, dass die Inneringer Halle dringend sanierungsbedürftig
ist.

Quelle: Schwäbische Zeitung

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