Kosten für Hallensanierung werden gedrückt

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Die Arbeiten zur Sanierung der Alb-Halle sollen im April 2017 beginnen, zunächst müssen aber die Kosten gedrückt werden.

Die Kosten für die Sanierung der Inneringer Turn- und Festhalle können ein wenig gedrückt werden. Nachdem der Bauausschuss in einer Sondersitzung mit Bürgermeisterin Dagmar Kuster und den Planern die Baumaßnahme im Detail besprochen hatten, ist deutlich geworden, dass sowohl Kompromisse als auch Änderungen bei der Planung vorgenommen werden können. Insgesamt werden 116 000 Euro bei einem Bauvolumen von 2,5 Millionen Euro eingespart. Der Gemeinderat erteilte dem neuen Plan in der jüngsten Sitzung ein einstimmiges Votum. Bis zum 31. März kann die Halle mit Veranstaltungen noch belegt werden, danach beginnt die Sanierung, gab Bürgermeister Kuster bekannt.

Architekt Engler stellte die neue Planung vor. Er sagte zunächst: „Die Raumaufteilung im Eingangsbereich wird geändert. Wenn wir das WC für Menschen mit Handicap räumlich verlegen, erübrigt sich der geplante Anbau.“ Damit könnten 27 000 Euro eingespart werden. Bei den Rohbauarbeiten können durch Änderungen und Verzichte, zum Beispiel beim Sonnenschutz und bei den Trauf- und Umgangbrettern, die geschätzten Kosten um rund 25 500 Euro verringert werden.

Weniger Töpfe und Pfannen

Im Bereich der technischen und elektrischen Installationen können rund 29 000 Euro eingespart werden, vor allem durch Änderungen in der Ausstattung der Bühnentechnik. Bei der Küchenausstattung wird auf Kochtöpfe und Pfannen, einen Kühlschrank und eine Kaffeemaschine verzichtet, sodass auch hier 8100 Euro weniger Kosten anfallen. „Entsprechend verringern sich auch die Nebenkosten und Honorare der Planer“, erklärte Engler, sodass am Ende eine Einsparung von 116 000 Euro erreicht werde.

„Die Vereinfachungen und Änderungen bringen keine Nachteile“, betonten die Planer, Engler, Knaus und Ferrari, als Antwort auf Fragen aus dem Gremium.

Der Inneringer Gemeinderat Gerhard Sprißler sprach den neuen Windfang an: Er wird in die Mitte versetzt und ist als Kubus auf der Fassade des Gebäudes platziert. Sprißler fragte, ob er nicht bündig mit der Fassade abschließen könnte. Architekt Engler erklärte, die Konstruktion sei in dieser Weise einfacher. Rat Bohner sprach die Raumsituation im Foyer an: Wo künftig der Tisch stehen werde, wenn Eintritt kassiert wird, weil durch die neue Anordnung der WCs den Raum verändere. Der Platz auf der anderen Seite des Foyers werde dafür vorgesehen, hieß es. Es wurde auch eine auf dem Plan eingezeichnete Tür neben dem Haupteingang angesprochen. Diese Tür sei gewünscht worden, um einzelne Besucher von Veranstaltungen herauszulassen, wenn im Haupteingang viele Leute stehen, die herein wollen, erklärte Planer Engler.

Der Gemeinderat stimmte den Änderungen zu. Die Planer werden sie einarbeiten und den Antrag auf Baugenehmigung vorbereiten. Parallel wird ausgeschrieben, damit im Frühjahr die Baumaßnahme beginnen kann. „Die alten Möbel in der Halle werden in einer Versteigerung oder bei einem Flohmarkt verkauft“, erklärte Bürgermeisterin Kuster auf Nachfrage von Rätin Sabine Rösch.

Be­schluss über Be­zu­schus­sung des La­gers wird ver­tagt

Hettinger Gemeinderäte sind sich uneins über die Höhe des Zuschusses an die Vereine

Im Zuge der Sanierung der Inneringer Turn- und Festhalle soll neben der Halle ein Lager gebaut werden, damit die Vereine Platz haben, um Material, Kulissen und sperrige Dinge aufzubewahren. Die Planer haben unmittelbar neben der Bühne ein Lager eingezeichnet. Die Vereine wollen den Schuppen in Eigenleistung erstellen, bitten die Gemeinde jedoch um einen Zuschuss. Darüber gab es im Gremium unterschiedliche Meinungen.

Die Vereine hätten sich getroffen und nochmal darüber gesprochen. Sie brauchen den Lagerraum, in der Halle fällt er künftig weg, und im Ort gibt es keinen geeigneten Ersatz dafür“, berichtete der Inneringer Gemeinderat Gerhard Sprißler. Die Vereine hätten zugesagt, Eigenleistung und Eigenmittel einzubringen. „Allerdings bitten sie um eine Unterstützung der Gemeinde“, erklärte Sprißler. Bürgermeisterin Dagmar Kuster rechnete vor: Das Lager in dieser Größe werde rund 73 000 Euro kosten. Zieht man die Eigenleistung ab, verbleiben 56 000 Euro. Sie schlug vor, den Vereinen 25 000 maximal 30 000 Euro als Förderung zukommen zu lassen.

Gemeinderätin Gertrud Lieb sprach sich dagegen aus: „25 000 Euro erscheint mir heftig“, sagte sie. Holger Bohner gab zu bedenken, dass die Vereine sich für die Gemeinschaft einbringen. Wilfried Liener konterte, es gebe Vereine, die ihr Lagerschuppen selber gebaut haben und schlug vor, 20 Prozent Zuschuss zu gewähren, also rund 15 000 Euro. Bürgermeisterin Kuster bat die Räte, die Förderungen der Vereine nicht gegeneinander aufzurechnen. Sabine Rösche fragte, ob die Eigenleistung auch mit 20 Prozent gefördert werde. Johann-Walter Wolf sprach sich kategorisch dagegen aus. Gertrud Lieb fand eine prozentuale Förderung nicht gut: „Ich will niemanden etwas unterstellen, aber wir wissen ja die genaue Bausumme noch nicht. Mir wäre eine genaue Summe lieber“, sagte sie. Gerhard Sprißler sagte, die Gemeinde habe bei Vereinen immer Gesamtbaukosten inklusiv der Eigenleistung gefördert. Aus dem Gremium kam der Vorschlag, die Entscheidung zu vertagen.

Quelle: Schwäbische Zeitung

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