Musikverein beim Sternmarsch in Ostrach

Am vergangenen Wochende fand in Ostrach das diesjährige Kreismusikfest statt. Der Inneringer Musikverein war eine von 18 Kapellen beim Stermarsch am Freitag.

Quelle: Musikverein Inneringen

 

Die Anfahrt fand mit dem Bus statt

Der musikalische Teil bestand aus dem Sternmarsch mit anschliessendem Massenchor im Stadion.

Der kameradschaftliche Teil wurde im benachbarten Zelt ordentlich gefeiert. Die Froschenkapelle aus Radolfzell wusste das Publikum zu begeistern. 

So wurde die Kameradschaft gepflegt.

Im Laufe des Abends machte der eine oder andere Musikant noch Bekanntschaften….

….der eine mit der frisch gewählten Miss Kreismusikfest…

…. der andere mit den Ersthelferinnen vom DRK.

Am Ende war allen klar: Da sind wir das nächste Mal wieder dabei!

25jähriges Jubiläum bei der Schreinerei Hupfauf – Thermodübel zum Patent angemeldet

Alexander Hupfauf, Salvatore Bonanno, Maria Hupfauf, Firmenchef Peter Hupfauf, Fabio Hupfauf (von links) feiern 25-jähriges Betriebsjubiläum der Schreinerei Hupfauf.

In ihrem Familienbetrieb in Inneringen hat die Schreinerei Hupfauf ihr 25-jähriges Firmenjubiläum in der Produktionshalle gefeiert. Im süddeutschen Raum sind sie Marktführer für Fensterläden. Acht Vollzeitkräfte, zwei Auszubildende und vier Teilzeitkräfte arbeiten inzwischen im Unternehmen. Von Anfang an dabei ist Salvatore Bonanno.

Quelle: Schwäbische Zeitung

Der Anfang war nicht einfach: Peter Hupfauf gründete 1990 in der ehemaligen Schreinerei seines Vaters in Hettingen eine eigene Schreinerei und stellte vor allem Treppen her. Ein Jahr später arbeitete er mit der Firma Schwörer-Haus in Oberstetten zusammen und fertigte Serienprodukte wie Fensterbänke, Teppichleisten oder Klappläden. Der Kleinbetrieb zog nach Inneringen um. 1993 wurde Peter Hupfauf schwer krank und musste sich ein Jahr lang einer intensiven Krebstherapie unterziehen.

Sohn Alexander Hupfauf, der 1992 eine Lehre als Schreiner bei Heinz Bulach in Inneringen angefangen hatte, konnte die Lehre im eigenen Betrieb mit der Gesellenprüfung beenden. Über diesen ungewöhnlichen Wechsel sagt er heute: „Ich bin froh, dass Heinz Bulach mir dies ermöglichte und mir auch danach noch immer geholfen hat.“

1994 zog die Firma in die ehemalige Trikotagefabrik der Firma Türk um. Ehefrau Maria Hupfauf arbeitete vor allem im Büro mit. Freunde halfen aus, wenn „Not am Mann“ war. In seiner Ansprache dankte Alexander Hupfauf besonders für dieses Einspringen bei Bedarf. 1997 machte er den Meister und eine Produktionshalle vergrößerte den Betrieb. Alexander bildete später als zweiten Lehrling seinen vierzehn Jahre jüngeren Bruder Fabio aus. Inzwischen ist dieser Wirtschaftsfachwirt und ergänzt so die Anforderungen an den wachsenden Betrieb.

Großaufträge aus Stuttgart

Die Schreinerei erhielt im Jahr 2006 für Bestuhlung und Inneneinrichtung der Alten Kanzlei und das „Amadeus“ in Stuttgart einen Großauftrag. Der gleichzeitig steigende Bedarf an Fensterläden konnte durch den Kauf einer speziellen CNC-Maschine gedeckt werden. Besonders im Großraum Tübingen-Stuttgart sind die Holz- oder Aluläden, zum Schieben oder zum Klappen gefragt. So wurden im vergangenen Jahr rund 5000 Stück in Holz und 1000 Stück in Aluminium hergestellt. In einem Ausstellungsraum in Stuttgart können die Kunden die Läden auswählen.

Ein weiteres Standbein des Betriebs ergänzt die Produktpalette: Alexander Hupfauf erfand einen speziellen „Thermdübel“ zur Befestigung an isolierten Fassaden, der zum europäischen Patent angemeldet wurde. Die Kosten für die Patentanmeldung sind enorm, rund 70 000 Euro. Zum Glück, so Hupfauf, verkauft sich das Produkt gut.

Hupfauf überreichte Salvatore Bonanno, der von Anfang an als Teilzeitkraft und seit 2008 in Vollzeit angestellt ist, eine Urkunde und ein Geschenk für seine Treue. Seniorchef Peter Hupfauf bedankte sich im Anschluss ebenfalls bei allen, die seinen Betrieb unterstützen, vor allem dankte er seinen Söhnen: „Ich darf tun, was sie sagen; meine Frau Maria hat allerdings den schwersten Job, sie muss alles mitmachen.“ Danach wurde in der Halle gefeiert.

Besichtigungsfahrt in Sachen Nahwärmenetz – Positives Beispiel macht Mut

Immer gut, wenn man sich vorher mal ansehen kann, wie es nachher aussehen könnte! Die Besichtigungsfahrt nach Ebenweiler, wo aktuell ein Nahwärmenetz aufgebaut wird, brachte viele wichtige Informationen. 

 

Ebenweiler, mit rund 1200 Einwohnern und 380 Haushalten in etwa in der selben Größenklasse wie Inneringen, entsteht zur Zeit ein Nahwärmenetz mit rund 4,8 km Länge und etwas über 100 Anschlussnehmern. Die benötigte Wärme liefert eine Biogasanlage mit 500 kWth, die knapp 600 m nördlich der Ortslage liegt. Eine Ausgangslage also, die durchaus mit Inneringen vergleichbar ist. 

Die Biogasanlage selbst besteht schon einige Jahre, die Idee zum Nahwärmenetz wurde geboren, als einige Einwohner bei den Betreibern anfragten, ob sie nicht ihre Wärme von dort beziehen können.

   

„Herzstück“ ist die Verteilerzentrale, hydraulisch günstig am tiefsten Punkt der Ortslage gelegen.

Ulrike Lorinser vom gleichnamigen Ingenieurbüro und Projektentwickler Jörg Dürr-Pucher vom Büro Clean Energy stellten dort zusammen mit Vertretern der Nahwärmenetz-Genossenschaft das Projekt vor.

  

In isolierten Stahlrohren wird die Wärme dann zu den einzelnen Gebäuden geleitet. Sinnvollerweise werden die Grabarbeiten dazu genutzt, auch gleich Leerrohre für eine künftige Glasfaseranbindung und damit für blitzschnelles Internet mitzuverlegen. Die entsprechenden Kosten trägt die Gemeinde, die auch einen kleinen Anteil an den Grabungskosten trägt. 

Über einen Mehrsparten-Hausanschluss kommen die Wärmeleitung, das Steuerkabel für die Übergabestelle und das Glasfaser-Leerrohr ins jeweilige Gebäude.

     

Bis einschließlich der Übergabestation „gehört“ das Netz der Genossenschaft, nach dem Wärmetauscher beginnt das Hausnetz. Ist schon eine Warmwasserzentralheizung vorhanden, muss die Zuleitung nur mit den Verteilerpumpen verbunden werden. Im besichtigten Haus kann der früher für den Öltank genutzte Kellerraum durch den Anschluss nunmehr anderweitig genutzt werden – man gewinnt also Raum.

  

Dort, wo die Leitungsverlegung schon abgeschlossen ist, sind die aufgegrabenen Straßen schon wieder ordentlich asphaltiert.

Die Teilnehmer der Besichtigungsfahrt zeigten sich ebenso beeindruckt von der Leistung der Ebenweilener Genossenschaft wie überzeugt davon, dass ein solches Projekt auch in Inneringen gelingen kann. Auf die Fragebogenaktion haben sich immerhin schon über 100 potenzielle Interessenten gemeldet, und man kann durchaus davon ausgehen, dass entlang den konkret zur Realisierung anstehenden Trassen noch weitere Gebäudeeigentümer überzeugt werden können.  

Schließlich ist eine solche Investition ein wesentlicher Schritt zur Wertsteigerung einer Immobilie: Ein Nahwärmeanschluss bietet den aktuellen und auch den künftigen Eigentümern die Gewähr, dass für das Thema „Investitionen in die Heizung“ ein für alle mal gegessen ist. Und mit dem sicherlich ebenfalls kommenden Leerrohr für den Glasfaseranschluss wird ein zweites Argument für eine dauerhafte Attraktivität eines Gebäudes geliefert.

In den kommenden Wochen sollen nun konkrete Gespräche geführt werden, damit dann zeitnah auch die entsprechenden Förderanträge gestellt werden können. Klar ist aber auch: Das Dorf wird sich bewegen müssen, um solch ein Jahrhundertprojekt stemmen zu können. Wem etwas daran liegt, dass Inneringen gut gerüstet in die Zukunft gehen kann, der sollte sich wirklich überlegen, der Sache beizutreten. 

Die finanzielle Seite ist solide und vor allem auch günstig: In Ebenweiler kostet die Kilowattstunde 7,9 Cent, bei einer Ölheizung (Ölpreis 80 Cent, Wirkungsgrad 70%) sind das 11,4 Cent und damit über 40% mehr. Die „Investition“ beschränkt sich auf den Genossenschaftsanteil und ein Pflichtdarlehen, welches allerdings verzinst und zurückgezahlt wird.

In der Rechtsform einer Genossenschaft bleibt die Wertschöpfung zudem im Dorf und fließt eben nicht nach Russland und Saudi-Arabien ab. Schon früher wurden Einrichtungen für das ganze Dorf immer wieder genossenschaftlich organisiert. Erinnert sei hier nur an die Molkereigenossenschaft oder auch die Gemeinschaftsgefrieranlage.

Auch hier gilt das, was der Alte Fritz schon vor ein paar Jahrhunderten gesagt hat: „Was tun? Was tun!“!

TSV: Auszeichnung beim Sportjugend-Förderpreis

Einen Anerkennungspreis konnte der TSV Inneringen bei der Verleihung des diesjährigen Sportjugend-Förderpreises ergattern.

Eine Jury wählte aus über 400 Bewerbungen insgesamt 127 Vereine aus, die nun für ihre gute Jugendarbeit ausgezeichnet werden. Gefragt waren bei der Ausschreibung pfiffige Aktionen aus den Jahren 2013 und 2014. „Im Sport kann man auch mit Kreativität punkten“, lobte Lotto-Geschäftsführerin Marion Caspers-Merk. „Es ist bemerkenswert, was unsere Vereine auf die Beine stellen. Dieses ehrenamtliche Engagement unterstützen wir nachhaltig mit dem Lotto Sportjugend-Förderpreis. Gleichzeitig spiegelt er die enge Partnerschaft zwischen Lotto und dem baden-württembergischen Sport wider.“ Die Hauptpreise sind mit 2.000 Euro (Bezirkssieger), 1.500 Euro (Platz 2) bzw. 1.000 Euro (Platz 3) dotiert. Die genaue Platzierung wird jedoch erst bei der Preisverleihung verraten. Dann wird auch der Landessieger gekürt, der unter den zwölf Bezirkssiegern ermittelt wurde. Der Landessieg ist mit einer zusätzlichen Prämie von 4.000 Euro verbunden. Die Anerkennungspreisträger erhalten jeweils 400 Euro.

Erinnerung an das Kriegsende – „Manche kapierten es bis zum Schluss nicht“

Johanna Maier erinnert sich an das Kriegsende vor 70 Jahren

Quelle: Schwäbische Zeitung

Bereits Ende April 1945 rollten die französischen Panzer von Gammertingen her kommend auf Inneringen zu, erzählt Johanna Maier, die damals 19 Jahre alt war. Bis zur endgültigen Kapitulation Deutschlands am 8.Mai haben manche immer noch nicht kapiert, dass es vorbei sei. „Ich aber war heilfroh, dass der Krieg endlich vorbei war“, sagt die hellwache und am Weltgeschehen interessierte betagte Dame.

Ihre ganz persönliche Erinnerung an das Kriegsende begann bei ihr zu Hause, als französische Soldaten ins Haus kamen und ein Kalb aus dem Stall mitnehmen wollten. Sie und ihre zwei Schwester hätten jedoch die Herausgabe verweigert, da ihr Vater nicht zu Hause war. Tatsächlich seien die Soldaten ohne das Kalb abgezogen. Als ihr Vater heim gekommen sei, habe er ganz erschrocken gemeint, dass man da kein Theater machen dürfe und das Kalb natürlich hergeben müsse. Tags darauf wurde dann auch ein Kalb von den Soldaten abgeholt. Sie beschreibt die französischen Soldaten, die in ihrem Elternhaus eine Kommandantur eingerichtet hätten, als freundliche und anständige Menschen. Obwohl ihr die Marokkaner mit ihrer pechschwarzen Hautfarbe schon etwas Angst eingeflößt hätten. „Natürlich weiß ich, dass es vielerorts anders war. Ich kann den Soldaten nichts schlechtes nachsagen“, sagt Johanna Maier. Dass ihr Vater als bekennender Nazi Gegner galt sprach sich zu den Soldaten herum, daher wurde er als kommissarischer Bürgermeister eingesetzt und zwei Jahre später offiziell von den Inneringer Bürgern gewählt. Die Kriegsjahre prägten Johanna Maier sehr. Sei sie am Anfang natürlich wie alle anderen mit geschwommen, habe sie sich doch bald gefragt, wohin das alles wohl führen solle. „Was liegt an einem Menschenleben, solange Deutschland lebt“, mit dieser Parole wurde die Botschaft vom Tod ihres einzigen Bruders, der 1942 gefallen ist, überbracht. „Es gab im Dorf Familien, da fielen mehrere Brüder im Krieg, und jede Todesnachricht wurde mit dieser Aussage überbracht. Das ist doch unfassbar“, noch heute schüttelt Johanna Maier heftig den Kopf ob dieser Unverforenheit. Sie selber erlebte den Luftgroßangriff auf Freiburg im November 1944, da sie sich zu der Zeit dort in der Ausbildung zur Kindergärtnerin befand. Wie durch ein Wunder blieb sie unverletzt und musste die Trümmer, die Verletzten und die Zerstörung mit ansehen. „So etwas schlimmes vergisst man nicht“, ganz still fügt sie die Bemerkung an. Zum Abschluss des beeindruckenden Gespräches weist Johanna Maier auf ein Zitat hin, welches sie für sich und für die Allgemeinheit als essentiell betrachtet: „Des Menschen Aufgabe ist es, glücklich zu sein.“

Auch der Südwestrundfunk hat über das Kriegsende auf der Alb berichtet. In diesem Manuskript kommt ebenfalls Johanna Maier zu Wort, außerdem ihr Sohn Ewald Maier.

Projektwoche – Grundschüler erleben die Natur

Die Grundschüler erleben im Rahmen der Projektwoche einen Vollernter bei der Arbeit. Jedes Kind darf kurz in der Fahrerkabine Platz nehmen

Erlebnisreiche Tage hatten die Schüler der Grundschule im Rahmen der Projektwoche vor den Pfingstferien. 

Quelle: Schwäbische Zeitung

Die Projektwoche ist ein fester Bestandteil der Grundschule Hettingen-Inneringen. Diese Bereicherung des Schulalltags fördert die Grundschüler in hohem Maße an der Entwicklung ihrer eigenen Kreativität, am Entdecken des handwerklichen Geschickes und an der Zusammensetzung logischer Denkprozesse. Da die Projekte jahrgangsübergreifend und mit vielen externen Helfern stattfinden, wird auch die soziale Kompetenz der Schüler gefördert. 

Die 59 Grundschüler hatten die Qual der Wahl. Sechs Projekte, deren Dauer auf jeweils zwei Tage ausgelegt waren, standen zur Verfügung. An zwei Projekten konnten die Schüler also teilnehmen. Das Oberthema der Projektwoche lautete „Natur in vielfältiger Weise erleben“. Ein Thema lautete „raus in die Natur“, und diese Gruppe machte sich täglich auf den Weg ins Galthaus, von wo aus spannende Erkundungstouren mit Spiel und Abenteuer starteten. Beim Arbeiten mit Holz konnten die Kinder Holzfällarbeiten und einen Vollernter live erleben, Revierförster Karl Bosch ermöglichte dieses besondere Erlebnis. Sie lernten die Holzarten kennen und fertigten Werkstücke mit dem Naturmaterial an, auch ein Insektenhotel wurde bei dieser Gruppe gebastelt.

„Alles rund um das Schaf“ hieß ein Projekt, bei dem die Schäferei von Familie Hospach aus Inneringen besichtigt wurde. Diese Eindrücke wurden mit einer Bildgeschichte vom Schaf Charlotte verarbeitet. Mit Schafwolle wurden kleine Utensilien hergestellt oder ein Bild gestaltet. 

Welch schöne Artikel beim Sammeln, Pressen und Verarbeiten von Naturmaterialien entstehen können, erfuhren die Teilnehmer beim Projekt „Gestalten mit Naturmaterial“. Viel genäht und kreiert wurde bei „Alles Müll oder was?“ Es entstanden sogar Hüte und Kleidungsstücke der außergewöhnlichen Art.

Weitere Projekte 

Neben der Hettinger Grundschule gibt es nun dank des Projekts „Blumen und Kräuter“ ein Beet, wo verschiedene Kräuter und Blumen wachsen sollen. Gekostet haben die Projektteilnehmer auch, leckere Kräuterdips. Pesto und Quark wurden hergestellt und sofort verzehrt.„Dank der Mithilfe von etwa 15 Müttern konnte die Woche in der aufwendigen Form stattfinden“, erklärte Schulleiterin Gudrun Zillhart. 

Das Gewandhaus ist seit Pfingsten geöffnet

Was aus einem Gebäude entstehen kann, das eigentlich dem Abriss geweiht ist, wenn sich jemand vehement für dessen Erhalt und Weiternutzung einsetzt, ist mit dem Museum Gewandhaus in Inneringen zu sehen.

Quelle: Schwäbische Zeitung

Der Schulterschluss von der Stadt Hettingen als Inhaberin des Gebäudes, von der Künstlerfamilie Wolf und vom extra gegründeten Förderverein mit Bürgermeisterin Dagmar Kuster als Vorsitzende ließ ein wahres Juwel entstehen, das ab dem Pfingstwochenende seine Türen für Besucher geöffnet hat.

Das marode und unansehliche Gebäude aus dem Jahr 1790 an exponierter Lage, direkt an der Inneringer Ortsdurchfahrt in der Sigmaringer Straße gelegen, sollte weg. Der Abriss und der Wiederaufbau des Giebels der anderen Haushälfte, wo die Feuerwehr beherbergt ist, wäre mit einem hohen finanziellen Aufwand verbunden gewesen. Ideengeberin für den Umbau war die Künstlerin Ilse Wolf, die den Wert des geschichtsträchtigen Gebäudes mit seinen hohen Räumen und den besonderen Dielenböden erkannte. So kam es, dass die Sanierung zu 75 Prozent mit Zuschüssen aus der Leader Förderkulisse bezahlt wurde und eine großzügige Spende der Firma Trumpf die Kosten weiter minimierte.

Die ganze Familie Wolf verbrachte die letzten zwei Jahre damit, tagtäglich auf der Baustelle zu verbringen. Ilse Wolfs Tochter Katja Morrison zeichnete im fernen Neuseeland in zweijähriger akribischer Kleinstarbeit die Tapeten für jedes einzelne Zimmer des Hauses, welches sie zuvor milimetergenau ausgemessen hatte. Eine Herausforderung sei das gewesen, da die Wände schief und krumm seien, aber genau deshalb diesen besonderen Charme ausstrahlen.

Die Museumsbesucher erwarten nun die prachtvollen, handgefertigten Gewänder aus der Gotik, der Rennaissance, dem Tudor, dem Rokoko und dem Barock. 150 Figuren, die den Modereigen durch fünf Jahrhunderte darstellen, ein Stoffkabinett, der Augsburger Geschlechtertanz und das fantastische Empirezimmer, das den kompletten Stammbaum von Napoleon Bonaparte auf bemalten Eiern darstellt, sind zu sehen.

Ein Original Bleistift Napoleons und ein Replikat der Totenmaske und viele weitere Unikate und Besonderheiten sind ausgestellt, und das alles im besonderen Ambiente der Murals und der gezeichneten Tapeten.

Das Museum ist in den Monaten März bis November jeweils am Wochenende, Samstag und Sonntag, von 13.30 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet. Führungen von Gruppen (bis max. 15 Personen) sind nach Absprache auch zu anderen Terminen möglich. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage der StadtHettingen.

Bei der Neugestaltung des Umgebungsbereichs brachte sich der Inneringer Obst- und Gartenbau und Landschaftspflegeverein ein. Insgesamt wurden rund 600 verschiedene Stauden, darunter Rosen, Lavendel, Salbei, Polsterglockenblumen und Polsterflox eingegraben. Des Weiteren 220 zwergwüchsige Thujakugeln, verschiedene Gräser mit unterschiedlicher Wuchshöhe, mehrere Eibenkugeln und Eibenkegel. 

Abrissreifes Haus wird zum Juwel – Inneringen hat ein neues Museum


Stolz präsentieren die drei Hauptakteure Katja Morrison, Ilse Wolf und Bärbel Wolf-Gellatly die zahlreichen Exponate, die im Museum Gewandhaus in Inneringen eine würdige Bleibe gefunden haben. Es sind vor allem historische Kostüme aus verschiedenen Epochen.

 

Was aus einem Gebäude entstehen kann, das eigentlich dem Abriss geweiht ist, wenn sich jemand vehement für dessen Erhalt und Weiternutzung einsetzt, ist mit dem Museum Gewandhaus in Inneringen zu sehen.

Quelle: Schwäbische Zeitung

Der Schulterschluss von der Stadt Hettingen als Inhaberin des Gebäudes, von der Künstlerfamilie Wolf und vom extra gegründeten Förderverein mit Bürgermeisterin Dagmar Kuster als Vorsitzende ließ ein wahres Juwel entstehen, das ab dem kommenden Wochenende offiziell seine Türen für Besucher geöffnet hat.

Zur Eröffnungsfeier für geladene Gäste trafen sich die interessierte Bevölkerung sowie politische und kulturelle Prominenz in der Inneringer Albhalle. Stilgerecht servierten junge Damen im Gardekostüm Sekt und Häppchen, denn auch dieses Kostüm wurde von der Künstlerin Ilse Wolf entworfen. Die Jagdhornbläsergruppe Riedlingen-Saulgau, geleitet von Bernadette Jochum, eröffnete mit „Rendez-vous de Chasse“. Willi Gerbracht von der Vorstandschaft des Fördervereins, ebenfalls in Tracht gehüllt, begrüßte die Gäste und führte durch das Programm.

Bürgermeisterin Dagmar Kuster zollte in ihrem Grußwort vor allem der ideengebenden Familie Wolf die allerhöchste Anerkennung, Ilse und Klaus Wolf hätten die letzten zwei Jahre täglich in Staub, Schmutz und Lösungsmitteln gelebt. Durch diesen unermüdlichen und unbezahlbaren Einsatz konnte der geplante Kostenrahmen von 370 000 Euro für die Umbaumaßnahme deutlich unterschritten und für die Stadt minimiert werden, erklärte Dagmar Kuster.

Landrätin Stefanie Bürkle (rechts) überreicht einen Scheck über 1000
Euro an die Hettinger Bürgermeisterin Dagmar Kuster.

Landrätin Stefanie Bürkle zeigte sich äußerst beeindruckt ob dem Juwel, das geschaffen wurde. „So ein außergewöhnliches Museum hat bis dato in der Raumschaft gefehlt“, so die überzeugte Landrätin. Zur Überraschung und zur Freude von Dagmar Kuster hatte sie einen Spendenscheck der Sparkassenstiftung dabei. Auch Heinrich Güntner von der Leader-Aktionsgruppe Oberschwaben machte keinen Hehl aus seinem Stolz. „Unsere Arbeit könnte nicht besser präsentiert werden als mit solch einem Projekt“, erklärte der Vorsitzende. 75 Prozent der Gesamtkosten wurden durch EU-Fördergelder aus dem Leader-Programm finanziert.

Mit seiner Schlussbetrachtung bescheinigte Professor Dr. Erwin Zillenbiller den beiden Hauptakteuren, den Künstlerinnen Ilse Wolf und Katja Morrison, begnadete künstlerische Erbanlagen und deren maximale Ausschöpfung. Weitere schöne Akzente in die Veranstaltung setzte das Ensemble Pomeranza mit Liedern aus dem Barock und der Romantik und Stefan Fink mit seiner Gruppe, der die Gemeinsamkeit von Musik, Mode, Maul und Moral unterhaltsam aufbereitet hatte. Ein Werk aus Mozarts Hochzeit des Figaro stellte Ilse Wolfs Enkeltochter Fiona Gellatly mit Lucy Klein im aufwendigen Kostüm dar.

Katja Morrison ließ den Werdegang des Museums bis zum heutigen Tag in einer Bildpräsentation Revue passieren. Ein großes Dankeschön galt dem Inneringer Obst- und Gartenbauverein, der sich in unzähligen Gartenaktionen um die wunderschöne Außenanlage rund um das Gebäude gekümmert hatte. Am Sonntag schnupperten zahlreiche Inneringer und Hettinger in das Museum und zeigten sich begeistert.

Vereinsfest des TSV – Miteinander statt nebeneinander

Auch in diesem Jahr bietet der TSV ein Sportfest für Menschen mit und ohne Behinderung. Vom 19. bis zum 21. Juni 2015 wird ein vielfältiges Programm angeboten.

Auch heuer beginnt das Sportwochenende mit einem Fußballturnier: Im Rahmen des AH-Bezirkskleinfeldturnieres treten am Freitagabend auch Spieler mit und ohne Handicaps gegeneinander an.

Am Samstagabend steigt wieder das schon traditionelle Nachtelfmeterturnier – hoffentlich bei besserem Wetter als im Vorjahr.

Mit dem  WBRS Sport- und Spielfest für Menschen mit und ohne Behinderung am Sonntag setzt der TSV das fort, was beim letztjährigenGaukinderturnfest begonnen wurde.

Höhepunkt des Tages wird dann das Fischerstechen auf dem Inneringer See sein. Man darf bekannt sein, welche Mannschaften in diesem Jahr baden gehen!

Außerdem ist für den Sonntag ein umfangreiches Rahmenprogramm geplant.