Erster Teil des Historienspiels wird aufgeführt

Die Proben laufen seit einigen Wochen, am 19.07.2015 ist die Aufführung: Der erste Teil des von Erwin Zillenbiller verfassten Historienspiels kommt auf die Seebühne.

Zwei Teile umfasst das Werk von Erwin Zillenbiller, der erste Teil, die Landschaftsballade „Auf dem Planeten Erde – Inneringen werde“ kommt jetzt zur Aufführung. Als Rahmen wurde das Seefest des Musikvereins vom 18. – 20. Juli 2015 gewählt, für das leibliche Wohl ist somit bestens gesorgt. Beginn ist am Sonntag um 16 Uhr.

Wie in Bregenz wird es eine Seebühne geben – beste Bedingungen also für hoffentlich viele Zuschauer.

Der Eintritt beträgt 5 Euro, Kinder bis zwölf Jahre sind frei.

 

TSV-Fest: Rahmenprogramm findet Anklang

An den beiden ersten Tagen des TSV-Vereinsfestes stand der Fußball im Mittelpunkt. Sowohl die AH-Spieler wie auch die Elfmeterspezialisten kamen voll auf ihre Kosten.

Quelle: Schwäbische Zeitung

Am späten Freitagnachmittag begann das Sportwochenende des TSV Inneringen mit dem Kleinfeldturnier der Alten Herren. Parallel dazu fanden Einlagespiele von drei Fußballmannschaften von Menschen mit Behinderung statt, die durch den offenen Ausdruck ihrer Freude am Sport eine Bereicherung der Veranstaltung waren. Die ersten Sieger des Turniers waren erneut die Mannschaft der Sigmaringer Fidelisschule, bei den zehn Mannschaften der alten Herren gewann der TSV Benzingen.

Beherzt nimmt ein Fußballspieler der Biberacher Mannschaft der Werkstatt für behinderte Menschen bei der Siegerehrung dem verduzten Organisator Gerhard Sprißler das Mikrophon  aus der Hand. „Wir hatten so viel Spaß heute und möchten uns ganz herzlich bedanken. Die Spiele waren fair und wir haben alle irgendwie gewonnen“, diesen Worten des strahlenden Biberacher Spielers hatte Gerhard Sprißler tatsächlich nichts mehr anzufügen. Der Modus des Inklusionsturniers, bei dem die Behindertensportgruppe Lautenbach des SV Großschönach als dritte Gruppe teilnahm, war klar festgelegt. Ein Torspieler und sechs Feldspieler, jeder Mannschaft wurden zwei aktive Spieler der Spielgemeinschaft Hettingen-Inneringen zugelost, einer spielte jeweils mit, durfte aber keine Tore erzielen. Die Spieldauer wurde auf 15 Minuten festgelegt, jeder spielte gegen jeden. Am Ende hatten die Sigmaringer Fidelisschüler die meisten Punkte erzielt und durften sich als erster Sieger feiern. Anerkennende Worte gab es auch von Werner Schwanzer, wfv-Beauftragter für  den Behindertenfußball, der überraschend angereist war und zwei Fußbälle für den TSV Inneringen und sein außerordentliches Engagement um die gelebte Inklusion dabei hatte. Die Begegnungen der zehn Mannschaften der alten Herren, die unter Turnierleiter Thorsten Frank bis in die späten Abendstunden reichten, brachte den TSV Benzingen als Turniersieger vor dem SV Bingen/Hitzkofen hervor. Der Vorjahressieger SV Langenenslingen erreichte im Neun-Meter-Schießen den dritten Platz.

Am Samstagnacht tummelten sich wiederum zahlreiche fantasievoll benannte Mannschaften auf dem Trainingsgelände, wo auf drei Tore gespielt wurde und der Turniersieger des Gaudi-Elfmeterturniers ermittelt wurde. 55 Mannschaften, darunter 16 Damenmannschaften wurden von Organisator Florian Flöß und seinem Helferteam bis nach Mitternacht durch den Abend geführt, bevor die Sieger feststanden.

Das Gaudi Elfmeterturnier am Samstagabend entschied erneut die Mannschaft „Boseggel United“ aus Harthausen/Scher für sich…

… beim Damenwettbewerb siegte „äh, wart mal kurz“ aus Langenenslingen.

Als besondere Belohnung durften die Harthauser Sieger den riesigen Wanderpokal mit nach Hause nehmen und behalten, da sie das Turnier zum dritten Mal in Folge gewannen.

Gefeiert haben aber auch die anderen Mannschaften.

Die hiesigen Gardemädels konnten fußballerisch nicht ganz an das hohe Niveau anknüpfen, das sie an der Fasnet auf die Bretter bekommen.

Der SGHI-Nachwuchs konnte immerhin ein Pokälchen erringen.

Siegreiche Gladiatoren und Sport mit und ohne Handicap

Das sportliche Festwochenende auf dem Inneringer Gelände fand mit dem Fischerstechen und dem WBRS-Sportfest seinen krönenden Abschluss.

Quelle: Schwäbische Zeitung

Beim Sport- und Spielfest, das der TSV Inneringen zusammen mit dem Württembergischen Behinderten- und Rehabilitationssportverband ausrichtete, absolvierten Sportler mit und ohne Behinderung die leichtathletischen Disziplinen, der Spaß am gemeinsamen Sport stand dabei ganz klar im Vordergrund und wurde immer wieder durch Jubelschreie ausgedrückt. Das Fischerstechen am Nachmittag entschieden die beiden Gladiatoren Mathias Sprißler und Florian Flöß vor den Augen zahlreicher Zuschauer für sich.

Der Vorsitzende des Sigmaringer Sportforums und mehrfache Teilnehmer der Paralympics, Dr. Marcus Ehm war am Vormittag zur Eröffnung des Sportfestes gekommen und lobte die Organisatoren um Gerhard Sprißler ob der Energie, die aufgebracht wurde, um diese sportliche Begegnung zu ermöglichen. „Ohne Inklusion funktioniert unsere Gesellschaft nicht. Hier wird nicht nur geredet, sondern etwas getan“, lobte der Schirmherr Marcus Ehm. Auch Joachim Rieker vom WBRS  ließ es sich nicht nehmen, der Veranstaltung beizuwohnen.

Aus Ellwangen, Mühlhofen, Esslingen oder auch Reutlingen waren knapp 60 Personen mit insgesamt sieben Betreuern angereist, um an der Veranstaltung zusammen mit den Kindern des TSV Inneringen teilzunehmen. Nach dem gemeinsamen Aufwärmen ging es los, per Los wurden insgesamt fünf gemischte Riegen gebildet. Wunderschön zu beobachten war dabei, wie sich die Kinder und die behinderten Menschen einander näherten und selbstverständlich bei der Durchführung der Disziplinen zusammen halfen. Die pure Freude beim Ballweitwurf, der vielleicht gerade mal fünf Meter weiter landete, wurde durch Jubelschreie und Abklatschen ausgedrückt. „Das hat so sehr Spaß gemacht mit den Behinderten zusammen“, sagt die neunjährige Riegenführerin Leni, die ausschließlich behinderte Personen in ihrer Gruppe hatte.

Diese Freude und Begeisterung bei allen Teilnehmern zu sehen lohne den Aufwand allemal, sagt Gerhard Sprißler. Obwohl er bedauert, dass keiner der umliegenden Vereine oder der umliegenden Behinderteneinrichtungen trotz persönlicher Einladung den Weg nach Inneringen gefunden hat.

Teil des Rahmenprogramms: Der Auftritt der Ropeskipping-Gruppe.

Dank des reichhaltigen Mittagstischs verweilten die Gäste bis zum Fischerstechen und erlebten wiederum spannende Duelle der neun Teams auf dem Inneringer See.

Dort geschah gar sensationelles: Seriensieger Andi Metzger, zusammen mit seinem Jahrgangskollegen Paul-Hermann Reiser für den Kindergartenjahrgang 1969 angetreten, fiel erstmals seit der Erfindung des elektrischen Stroms in den Inneringer See.

Im Endkampf standen sich schließlich die Gladiatoren der SGHI (Florian Flöß und Matthias Sprißler) und die A-Jugend (Maximilian und Felix Teufel) gegenüber.

Nach einem harten Fight stürzte Max schließlich ins Nass – dem Hörensagen nach, weil sein Cousin Felix bei der Navigation die Kupplung hatte schnäppen lassen. Die Gladiatoren sahen es mit Freude. Maximilian Teufel war dennoch stolz, dass er seinen großen Bruder und auch seinen Vater ins kühle Nass beförderte.

Im Rahmen der anschließenden Siegerehrung wurde Wolfgang Kottmann, dem „Leichtathlethik-Vater“ der örtlichen Sportler, die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

Anschließend waren alle Rivalitäten vergessen, die gewonnenen Lebensmittel wurden brüderlich geteilt.

Zwölf Gärten laden zur Besichtigung ein

Nach der erfolgreichen Premiere im Jahr 2009 macht der Inneringer Obst- und Gartenbau und Landschaftspflegeverein am kommenden Sonntag wieder mit beim Tag der offenen Gartentür.

Quelle: Schwäbische Zeitung

Nach dem erfolgreichen Tag, der in Inneringen erstmals 2009 durchgeführt wurde, konnte die Inneringer Vorsitzende Sabine Maier und ihre Schriftführerin Heike Teufel dieses Jahr zwölf Gartenbesitzer für den Gartentürtag begeistern und gewinnen. Am Sonntag sind zehn Privatgärten und zwei Vereinsgärten ab 11 Uhr zu besichtigen. Im Narrenheim ist für eine reichhaltige Bewirtung mit Kaffee, Kuchen und Dennetle durch den Gartenbauverein gesorgt.

Besonders erfreut ist Vorsitzende Sabine Maier, dass bis auf zwei Gärten dieses Jahr ausschließlich neue Gärten, also die 2009 nicht mit dabei waren, ihr grünes Refugium öffnen, auch im Inneringer Ferienwohngebiet Dullenberg sind zwei Gartenbesitzer dabei. 

Einen übersichtlichen Flyer zum Rundgang gibt es an den drei ausgewiesenen Parkplätzen beim Sportplatz, bei der Landesbank und im Dullenberg. 

Der Tag der offenen Gartentür beginnt am kommenden Sonntag, 28.Juni ab 11 Uhr und endet gegen 17 Uhr. Das Museum Gewandhaus hat seine Öffnungszeiten für diesen Sonntag angepasst, so dass die Museumstür ebenfalls schon ab 11 Uhr für Besucher geöffnet ist.

 

Musikverein beim Sternmarsch in Ostrach

Am vergangenen Wochende fand in Ostrach das diesjährige Kreismusikfest statt. Der Inneringer Musikverein war eine von 18 Kapellen beim Stermarsch am Freitag.

Quelle: Musikverein Inneringen

 

Die Anfahrt fand mit dem Bus statt

Der musikalische Teil bestand aus dem Sternmarsch mit anschliessendem Massenchor im Stadion.

Der kameradschaftliche Teil wurde im benachbarten Zelt ordentlich gefeiert. Die Froschenkapelle aus Radolfzell wusste das Publikum zu begeistern. 

So wurde die Kameradschaft gepflegt.

Im Laufe des Abends machte der eine oder andere Musikant noch Bekanntschaften….

….der eine mit der frisch gewählten Miss Kreismusikfest…

…. der andere mit den Ersthelferinnen vom DRK.

Am Ende war allen klar: Da sind wir das nächste Mal wieder dabei!

25jähriges Jubiläum bei der Schreinerei Hupfauf – Thermodübel zum Patent angemeldet

Alexander Hupfauf, Salvatore Bonanno, Maria Hupfauf, Firmenchef Peter Hupfauf, Fabio Hupfauf (von links) feiern 25-jähriges Betriebsjubiläum der Schreinerei Hupfauf.

In ihrem Familienbetrieb in Inneringen hat die Schreinerei Hupfauf ihr 25-jähriges Firmenjubiläum in der Produktionshalle gefeiert. Im süddeutschen Raum sind sie Marktführer für Fensterläden. Acht Vollzeitkräfte, zwei Auszubildende und vier Teilzeitkräfte arbeiten inzwischen im Unternehmen. Von Anfang an dabei ist Salvatore Bonanno.

Quelle: Schwäbische Zeitung

Der Anfang war nicht einfach: Peter Hupfauf gründete 1990 in der ehemaligen Schreinerei seines Vaters in Hettingen eine eigene Schreinerei und stellte vor allem Treppen her. Ein Jahr später arbeitete er mit der Firma Schwörer-Haus in Oberstetten zusammen und fertigte Serienprodukte wie Fensterbänke, Teppichleisten oder Klappläden. Der Kleinbetrieb zog nach Inneringen um. 1993 wurde Peter Hupfauf schwer krank und musste sich ein Jahr lang einer intensiven Krebstherapie unterziehen.

Sohn Alexander Hupfauf, der 1992 eine Lehre als Schreiner bei Heinz Bulach in Inneringen angefangen hatte, konnte die Lehre im eigenen Betrieb mit der Gesellenprüfung beenden. Über diesen ungewöhnlichen Wechsel sagt er heute: „Ich bin froh, dass Heinz Bulach mir dies ermöglichte und mir auch danach noch immer geholfen hat.“

1994 zog die Firma in die ehemalige Trikotagefabrik der Firma Türk um. Ehefrau Maria Hupfauf arbeitete vor allem im Büro mit. Freunde halfen aus, wenn „Not am Mann“ war. In seiner Ansprache dankte Alexander Hupfauf besonders für dieses Einspringen bei Bedarf. 1997 machte er den Meister und eine Produktionshalle vergrößerte den Betrieb. Alexander bildete später als zweiten Lehrling seinen vierzehn Jahre jüngeren Bruder Fabio aus. Inzwischen ist dieser Wirtschaftsfachwirt und ergänzt so die Anforderungen an den wachsenden Betrieb.

Großaufträge aus Stuttgart

Die Schreinerei erhielt im Jahr 2006 für Bestuhlung und Inneneinrichtung der Alten Kanzlei und das „Amadeus“ in Stuttgart einen Großauftrag. Der gleichzeitig steigende Bedarf an Fensterläden konnte durch den Kauf einer speziellen CNC-Maschine gedeckt werden. Besonders im Großraum Tübingen-Stuttgart sind die Holz- oder Aluläden, zum Schieben oder zum Klappen gefragt. So wurden im vergangenen Jahr rund 5000 Stück in Holz und 1000 Stück in Aluminium hergestellt. In einem Ausstellungsraum in Stuttgart können die Kunden die Läden auswählen.

Ein weiteres Standbein des Betriebs ergänzt die Produktpalette: Alexander Hupfauf erfand einen speziellen „Thermdübel“ zur Befestigung an isolierten Fassaden, der zum europäischen Patent angemeldet wurde. Die Kosten für die Patentanmeldung sind enorm, rund 70 000 Euro. Zum Glück, so Hupfauf, verkauft sich das Produkt gut.

Hupfauf überreichte Salvatore Bonanno, der von Anfang an als Teilzeitkraft und seit 2008 in Vollzeit angestellt ist, eine Urkunde und ein Geschenk für seine Treue. Seniorchef Peter Hupfauf bedankte sich im Anschluss ebenfalls bei allen, die seinen Betrieb unterstützen, vor allem dankte er seinen Söhnen: „Ich darf tun, was sie sagen; meine Frau Maria hat allerdings den schwersten Job, sie muss alles mitmachen.“ Danach wurde in der Halle gefeiert.

Besichtigungsfahrt in Sachen Nahwärmenetz – Positives Beispiel macht Mut

Immer gut, wenn man sich vorher mal ansehen kann, wie es nachher aussehen könnte! Die Besichtigungsfahrt nach Ebenweiler, wo aktuell ein Nahwärmenetz aufgebaut wird, brachte viele wichtige Informationen. 

 

Ebenweiler, mit rund 1200 Einwohnern und 380 Haushalten in etwa in der selben Größenklasse wie Inneringen, entsteht zur Zeit ein Nahwärmenetz mit rund 4,8 km Länge und etwas über 100 Anschlussnehmern. Die benötigte Wärme liefert eine Biogasanlage mit 500 kWth, die knapp 600 m nördlich der Ortslage liegt. Eine Ausgangslage also, die durchaus mit Inneringen vergleichbar ist. 

Die Biogasanlage selbst besteht schon einige Jahre, die Idee zum Nahwärmenetz wurde geboren, als einige Einwohner bei den Betreibern anfragten, ob sie nicht ihre Wärme von dort beziehen können.

   

„Herzstück“ ist die Verteilerzentrale, hydraulisch günstig am tiefsten Punkt der Ortslage gelegen.

Ulrike Lorinser vom gleichnamigen Ingenieurbüro und Projektentwickler Jörg Dürr-Pucher vom Büro Clean Energy stellten dort zusammen mit Vertretern der Nahwärmenetz-Genossenschaft das Projekt vor.

  

In isolierten Stahlrohren wird die Wärme dann zu den einzelnen Gebäuden geleitet. Sinnvollerweise werden die Grabarbeiten dazu genutzt, auch gleich Leerrohre für eine künftige Glasfaseranbindung und damit für blitzschnelles Internet mitzuverlegen. Die entsprechenden Kosten trägt die Gemeinde, die auch einen kleinen Anteil an den Grabungskosten trägt. 

Über einen Mehrsparten-Hausanschluss kommen die Wärmeleitung, das Steuerkabel für die Übergabestelle und das Glasfaser-Leerrohr ins jeweilige Gebäude.

     

Bis einschließlich der Übergabestation „gehört“ das Netz der Genossenschaft, nach dem Wärmetauscher beginnt das Hausnetz. Ist schon eine Warmwasserzentralheizung vorhanden, muss die Zuleitung nur mit den Verteilerpumpen verbunden werden. Im besichtigten Haus kann der früher für den Öltank genutzte Kellerraum durch den Anschluss nunmehr anderweitig genutzt werden – man gewinnt also Raum.

  

Dort, wo die Leitungsverlegung schon abgeschlossen ist, sind die aufgegrabenen Straßen schon wieder ordentlich asphaltiert.

Die Teilnehmer der Besichtigungsfahrt zeigten sich ebenso beeindruckt von der Leistung der Ebenweilener Genossenschaft wie überzeugt davon, dass ein solches Projekt auch in Inneringen gelingen kann. Auf die Fragebogenaktion haben sich immerhin schon über 100 potenzielle Interessenten gemeldet, und man kann durchaus davon ausgehen, dass entlang den konkret zur Realisierung anstehenden Trassen noch weitere Gebäudeeigentümer überzeugt werden können.  

Schließlich ist eine solche Investition ein wesentlicher Schritt zur Wertsteigerung einer Immobilie: Ein Nahwärmeanschluss bietet den aktuellen und auch den künftigen Eigentümern die Gewähr, dass für das Thema „Investitionen in die Heizung“ ein für alle mal gegessen ist. Und mit dem sicherlich ebenfalls kommenden Leerrohr für den Glasfaseranschluss wird ein zweites Argument für eine dauerhafte Attraktivität eines Gebäudes geliefert.

In den kommenden Wochen sollen nun konkrete Gespräche geführt werden, damit dann zeitnah auch die entsprechenden Förderanträge gestellt werden können. Klar ist aber auch: Das Dorf wird sich bewegen müssen, um solch ein Jahrhundertprojekt stemmen zu können. Wem etwas daran liegt, dass Inneringen gut gerüstet in die Zukunft gehen kann, der sollte sich wirklich überlegen, der Sache beizutreten. 

Die finanzielle Seite ist solide und vor allem auch günstig: In Ebenweiler kostet die Kilowattstunde 7,9 Cent, bei einer Ölheizung (Ölpreis 80 Cent, Wirkungsgrad 70%) sind das 11,4 Cent und damit über 40% mehr. Die „Investition“ beschränkt sich auf den Genossenschaftsanteil und ein Pflichtdarlehen, welches allerdings verzinst und zurückgezahlt wird.

In der Rechtsform einer Genossenschaft bleibt die Wertschöpfung zudem im Dorf und fließt eben nicht nach Russland und Saudi-Arabien ab. Schon früher wurden Einrichtungen für das ganze Dorf immer wieder genossenschaftlich organisiert. Erinnert sei hier nur an die Molkereigenossenschaft oder auch die Gemeinschaftsgefrieranlage.

Auch hier gilt das, was der Alte Fritz schon vor ein paar Jahrhunderten gesagt hat: „Was tun? Was tun!“!

TSV: Auszeichnung beim Sportjugend-Förderpreis

Einen Anerkennungspreis konnte der TSV Inneringen bei der Verleihung des diesjährigen Sportjugend-Förderpreises ergattern.

Eine Jury wählte aus über 400 Bewerbungen insgesamt 127 Vereine aus, die nun für ihre gute Jugendarbeit ausgezeichnet werden. Gefragt waren bei der Ausschreibung pfiffige Aktionen aus den Jahren 2013 und 2014. „Im Sport kann man auch mit Kreativität punkten“, lobte Lotto-Geschäftsführerin Marion Caspers-Merk. „Es ist bemerkenswert, was unsere Vereine auf die Beine stellen. Dieses ehrenamtliche Engagement unterstützen wir nachhaltig mit dem Lotto Sportjugend-Förderpreis. Gleichzeitig spiegelt er die enge Partnerschaft zwischen Lotto und dem baden-württembergischen Sport wider.“ Die Hauptpreise sind mit 2.000 Euro (Bezirkssieger), 1.500 Euro (Platz 2) bzw. 1.000 Euro (Platz 3) dotiert. Die genaue Platzierung wird jedoch erst bei der Preisverleihung verraten. Dann wird auch der Landessieger gekürt, der unter den zwölf Bezirkssiegern ermittelt wurde. Der Landessieg ist mit einer zusätzlichen Prämie von 4.000 Euro verbunden. Die Anerkennungspreisträger erhalten jeweils 400 Euro.

Erinnerung an das Kriegsende – „Manche kapierten es bis zum Schluss nicht“

Johanna Maier erinnert sich an das Kriegsende vor 70 Jahren

Quelle: Schwäbische Zeitung

Bereits Ende April 1945 rollten die französischen Panzer von Gammertingen her kommend auf Inneringen zu, erzählt Johanna Maier, die damals 19 Jahre alt war. Bis zur endgültigen Kapitulation Deutschlands am 8.Mai haben manche immer noch nicht kapiert, dass es vorbei sei. „Ich aber war heilfroh, dass der Krieg endlich vorbei war“, sagt die hellwache und am Weltgeschehen interessierte betagte Dame.

Ihre ganz persönliche Erinnerung an das Kriegsende begann bei ihr zu Hause, als französische Soldaten ins Haus kamen und ein Kalb aus dem Stall mitnehmen wollten. Sie und ihre zwei Schwester hätten jedoch die Herausgabe verweigert, da ihr Vater nicht zu Hause war. Tatsächlich seien die Soldaten ohne das Kalb abgezogen. Als ihr Vater heim gekommen sei, habe er ganz erschrocken gemeint, dass man da kein Theater machen dürfe und das Kalb natürlich hergeben müsse. Tags darauf wurde dann auch ein Kalb von den Soldaten abgeholt. Sie beschreibt die französischen Soldaten, die in ihrem Elternhaus eine Kommandantur eingerichtet hätten, als freundliche und anständige Menschen. Obwohl ihr die Marokkaner mit ihrer pechschwarzen Hautfarbe schon etwas Angst eingeflößt hätten. „Natürlich weiß ich, dass es vielerorts anders war. Ich kann den Soldaten nichts schlechtes nachsagen“, sagt Johanna Maier. Dass ihr Vater als bekennender Nazi Gegner galt sprach sich zu den Soldaten herum, daher wurde er als kommissarischer Bürgermeister eingesetzt und zwei Jahre später offiziell von den Inneringer Bürgern gewählt. Die Kriegsjahre prägten Johanna Maier sehr. Sei sie am Anfang natürlich wie alle anderen mit geschwommen, habe sie sich doch bald gefragt, wohin das alles wohl führen solle. „Was liegt an einem Menschenleben, solange Deutschland lebt“, mit dieser Parole wurde die Botschaft vom Tod ihres einzigen Bruders, der 1942 gefallen ist, überbracht. „Es gab im Dorf Familien, da fielen mehrere Brüder im Krieg, und jede Todesnachricht wurde mit dieser Aussage überbracht. Das ist doch unfassbar“, noch heute schüttelt Johanna Maier heftig den Kopf ob dieser Unverforenheit. Sie selber erlebte den Luftgroßangriff auf Freiburg im November 1944, da sie sich zu der Zeit dort in der Ausbildung zur Kindergärtnerin befand. Wie durch ein Wunder blieb sie unverletzt und musste die Trümmer, die Verletzten und die Zerstörung mit ansehen. „So etwas schlimmes vergisst man nicht“, ganz still fügt sie die Bemerkung an. Zum Abschluss des beeindruckenden Gespräches weist Johanna Maier auf ein Zitat hin, welches sie für sich und für die Allgemeinheit als essentiell betrachtet: „Des Menschen Aufgabe ist es, glücklich zu sein.“

Auch der Südwestrundfunk hat über das Kriegsende auf der Alb berichtet. In diesem Manuskript kommt ebenfalls Johanna Maier zu Wort, außerdem ihr Sohn Ewald Maier.