Landrätin interessiert sich für Lasertechnik

Landrätin Stefanie Bürkle hat im Rahmen ihrer Antrittstour durch den Landkreis Sigmaringen die Stadt Hettingen besucht. Sie besichtigte die Firma Wessner Engineering und das Museum Gewandhaus in Inneringen und kam abends mit Bürgern zusammen.

Quelle: Schwäbische Zeitung

Bürgermeisterin Dagmar Kuster begrüßte die Landrätin zunächst im Rathaus im Schloss in Hettingen. Zusammen mit den beiden Bürgermeisterstellvertretern Gerhard Sprißler und Wilfried Liener sowie mit Kämmerer Leipert und Hauptamtsleiter Pudimat wurden zunächst in einer lockeren Runde die wichtigsten Themenfelder der beiden Ortsteile Hettingen und Inneringen besprochen. Anschließend wurden die Orte auch besichtigt.

Neue Lasertechnik

Eine kleine Zwischenstation wurde im Gewerbegebiet Langensteig bei der Firma Wessner Engineering eingelegt. Hier ließ sich Bürkle die neue Lasertechnologie erklären, die auch durch Fördermittel seitens des Landes finanziert wurde. Ein weiterer Stopp wurde im Museum Gewandhaus Inneringen eingelegt. Unter der fachlichen Führung von Ilse Wolf wurde der Landrätin die Kostümgeschichte der letzten 500 Jahre und die Arbeit der Familie Wolf aus den letzten Jahren aufgezeigt. Anschließend traf sich die Landrätin erneut im Schloss mit den Gemeinderäten der Stadt. Es wurden weitere Themen angesprochen, die die Stadt bewegen.

Abschließend war die gesamte Bevölkerung zu einem Bürgerempfang im Schloss eingeladen. Dieser Einladung sind etwa 60 Bürger gefolgt. Neben den Ausführungen von Stefanie Bürkle zu Themen, die aktuell den Landkreis Sigmaringen bewegen, bestand für die Interessierten auch die Möglichkeit, Fragen an die Landrätin zu richten.

Die Landrätin verabschiedete sich mit den Worten: „Vielen Dank für den harmonisch gestalteten Besuch in ihrer schönen Gemeinde.“

Gemeinderat stimmt für weitere Windparkplanung

Die Planungen zur Bildung von Konzentrationsflächen für Windkraftanlagen im Gemeindeverwaltungsverband Laucherttal können aus Hettinger Sicht weitergehen. Der Gemeinderat hat die Empfehlung für die kommende Sitzung des Verbands nach einer kontroversen Debatte ausgesprochen. Wenn alle vier Kommunen zustimmen, kann der nächste Schritt zur Anpassung des Flächennutzungsplans begangen werden.

Quelle: Schwäbische Zeitung

Kontrovers begann es schon, bevor das Gremium in die Debatte einsteigen konnte: Bürgermeisterin Dagmar Kuster leitete den Tagesordnungspunkt mit der Frage nach der Befangenheit ein. Sie bat die vier Inneringer Räte Birgitte Gluitz, Sabine Rösch, Gertrud Schüle und Holger Bohner, sich als befangen zu erklären, sich deutlich vom Tisch wegzusetzen und nicht an der Debatte teilzunehmen. Sie oder die Familie haben Grundstücke auf den geplanten Konzentrationsflächen.

Bohner erklärte sich für nicht befangen, der Bericht des Rechtsanwalts und die Stellungnahme der Kommunalaufsicht des Landratsamtes lese er anders als die Bürgermeisterin, sagte er. Er wolle es sich nicht leichter machen, in dem er sich als befangen erkläre, er wolle mitstimmen, sagte er.

Bürgermeisterin Kuster erklärte, es könne nicht darüber diskutiert werden, das Gremium müsse nun darüber abstimmen, ob Rat Bohner befangen ist oder nicht. Darüber durften auch die Rätinnen, die sich als befangen erklärt hatten, wiederum mitstimmen. Die fünf Hettinger Gemeinderäte und Bürgermeisterin Kuster stimmten mit Ja, die Inneringer enthielten sich. So verkündete Bürgermeisterin Kuster, dass Rat Bohner per Mehrheitsbeschluss als befangen erklärt ist und bat ihn vom Tisch abzurücken. Er setzte sich in die Reihen der Bürger, die Rätinnen Gluitz, Rösch und Schüle folgten ihm. So blieben auf der Inneringer Seite des Tisches nur noch die Räte Gerhard Sprißler, Wilhelm Gerbracht und Jürgen Ott.

Bürgermeisterin Kuster erläuterte, dass auf drei Zonen Windkraftanlagen gebaut werden können: bei Kettenacker, bei Inneringen und bei Veringenstadt. Die Räte hatten an dem Abend darüber zu diskutieren, ob der nächste Schritt gegangen wird.

Gerhard Sprißler stimmt gegen Beschlussvorschlag

Rat Sprißler sprach sich dagegen aus und legte seine Argumente dar. Die Energiewende müsse sein, doch gebe es neue Erkenntnisse in Sachen Windenergie. So stelle sich die Frage, ob es gut sei, dass in der Region Windkraftanlagen gebaut werden. Im Energieerlass sei festgehalten, dass Windkraftanlagen nur dort gebaut werden sollen, wo sie sinnvoll sind, wo sie Mensch und Natur nicht oder nur wenig beeinträchtigen. Immer mehr verdichte sich der Verdacht, dass der Infraschall schädlich sei. Er gab zu bedenken, dass wenn sich dies erweise, die Anlagen still gestellt werden. Brütende Vögel wie Milane sind Ausschlusskriterien, dazu gebe es bereits Gerichtsurteile. Sollten fünf Windkraftanlagen in Inneringen gebaut werden, so müsste man den Wald in einer Größenordnung von fünf Fußballplätzen roden. Auch sei die Albhochfläche touristisches Gebiet, Windkraftanlagen würden das Landschaftsbild zerstören. Außerdem sei das Betreiben von Windkraftanlagen in der Region nicht wirtschaftlich. Er könne dem Beschlussvorschlag der Verwaltung nicht zustimmen, kündigte er an.

Bürgermeisterin Kuster erklärte, dass diese Flächen für die Windkraft, deshalb ausgewiesen werden, damit nicht jeder Investor dort bauen kann, wo er will, sondern nur dort, wo die Gemeinde dafür die Flächen bereit stellt. Rat Winfried Liener betonte, gesetzlich sollte der Windkraft ein größtmöglicher Raum zugestanden werden, sonst sei die Planung hinfällig, weil ein Investor klagen könnte. Rat Gerbracht erinnerte daran, dass 2012 der erste Beschluss gefasst worden sei, gerade um die drohende Verspargelung der Landschaft zu verhindern.

Die Räte hatten drei Beschlüsse zu fassen. Einstimmig nahmen die Räte die vorgetragenen Anregungen der Träger der öffentlichen Belange und der Öffentlichkeit zur Kenntnis. Dem Abwägungsvorschlag stimmte das Gremium bei einer Gegenstimme zu. Der Gemeinderat empfiehlt dem Gemeindeverwaltungsverband – bei zwei Gegenstimmen – dem vorgelegten Entwurf des Flächennutzungsplans zuzustimmen und weitere Anhörungen zu machen.

 

Umbau der ehemaligen Schule beginnt im Juli

Im Juli beginnt der Umbau der ehemaligen Schule, der Gemeinderat hat die ersten Vergaben vorgenommen.

Quelle: Schwäbische Zeitung

Die Umgestaltung des ehemaligen Inneringer Schulgebäudes zu einem Dorfgemeinschaftshaus erfordert Bauarbeiten, die von Architekt Christoph Engler geplant werden. Im Haushalt sind dafür 390 000 Euro eingestellt worden. Aus dem Ausgleichsstocks des Landes bekommt die Gemeinde einen Zuschuss von 150 000 Euro. Der erste Block Gewerke wurde beschränkt ausgeschrieben. Der Gemeinderat hat nun die Vergabe an die jeweiligen Firmen einstimmig beschlossen. In der zweiten Juli-Woche ist Baubeginn, kündigte Architekt Engler nach der Beschlussfassung an. Das Ausschreibungsergebnis zeigt, dass Engler bei der Kostenschätzung richtig lag: Im Moment liegen die Vergabesumme rund 6000 Euro unter dem Gesamtbudget. Das Ergebnis der Ausschreibung des zweiten Blocks Gewerke werde im Juli zur Beschlussfassung vorgelegt, kündigte Bürgermeisterin Dagmar Kuster an.

25jähriges Jubiläum bei der Schreinerei Hupfauf – Thermodübel zum Patent angemeldet

Alexander Hupfauf, Salvatore Bonanno, Maria Hupfauf, Firmenchef Peter Hupfauf, Fabio Hupfauf (von links) feiern 25-jähriges Betriebsjubiläum der Schreinerei Hupfauf.

In ihrem Familienbetrieb in Inneringen hat die Schreinerei Hupfauf ihr 25-jähriges Firmenjubiläum in der Produktionshalle gefeiert. Im süddeutschen Raum sind sie Marktführer für Fensterläden. Acht Vollzeitkräfte, zwei Auszubildende und vier Teilzeitkräfte arbeiten inzwischen im Unternehmen. Von Anfang an dabei ist Salvatore Bonanno.

Quelle: Schwäbische Zeitung

Der Anfang war nicht einfach: Peter Hupfauf gründete 1990 in der ehemaligen Schreinerei seines Vaters in Hettingen eine eigene Schreinerei und stellte vor allem Treppen her. Ein Jahr später arbeitete er mit der Firma Schwörer-Haus in Oberstetten zusammen und fertigte Serienprodukte wie Fensterbänke, Teppichleisten oder Klappläden. Der Kleinbetrieb zog nach Inneringen um. 1993 wurde Peter Hupfauf schwer krank und musste sich ein Jahr lang einer intensiven Krebstherapie unterziehen.

Sohn Alexander Hupfauf, der 1992 eine Lehre als Schreiner bei Heinz Bulach in Inneringen angefangen hatte, konnte die Lehre im eigenen Betrieb mit der Gesellenprüfung beenden. Über diesen ungewöhnlichen Wechsel sagt er heute: „Ich bin froh, dass Heinz Bulach mir dies ermöglichte und mir auch danach noch immer geholfen hat.“

1994 zog die Firma in die ehemalige Trikotagefabrik der Firma Türk um. Ehefrau Maria Hupfauf arbeitete vor allem im Büro mit. Freunde halfen aus, wenn „Not am Mann“ war. In seiner Ansprache dankte Alexander Hupfauf besonders für dieses Einspringen bei Bedarf. 1997 machte er den Meister und eine Produktionshalle vergrößerte den Betrieb. Alexander bildete später als zweiten Lehrling seinen vierzehn Jahre jüngeren Bruder Fabio aus. Inzwischen ist dieser Wirtschaftsfachwirt und ergänzt so die Anforderungen an den wachsenden Betrieb.

Großaufträge aus Stuttgart

Die Schreinerei erhielt im Jahr 2006 für Bestuhlung und Inneneinrichtung der Alten Kanzlei und das „Amadeus“ in Stuttgart einen Großauftrag. Der gleichzeitig steigende Bedarf an Fensterläden konnte durch den Kauf einer speziellen CNC-Maschine gedeckt werden. Besonders im Großraum Tübingen-Stuttgart sind die Holz- oder Aluläden, zum Schieben oder zum Klappen gefragt. So wurden im vergangenen Jahr rund 5000 Stück in Holz und 1000 Stück in Aluminium hergestellt. In einem Ausstellungsraum in Stuttgart können die Kunden die Läden auswählen.

Ein weiteres Standbein des Betriebs ergänzt die Produktpalette: Alexander Hupfauf erfand einen speziellen „Thermdübel“ zur Befestigung an isolierten Fassaden, der zum europäischen Patent angemeldet wurde. Die Kosten für die Patentanmeldung sind enorm, rund 70 000 Euro. Zum Glück, so Hupfauf, verkauft sich das Produkt gut.

Hupfauf überreichte Salvatore Bonanno, der von Anfang an als Teilzeitkraft und seit 2008 in Vollzeit angestellt ist, eine Urkunde und ein Geschenk für seine Treue. Seniorchef Peter Hupfauf bedankte sich im Anschluss ebenfalls bei allen, die seinen Betrieb unterstützen, vor allem dankte er seinen Söhnen: „Ich darf tun, was sie sagen; meine Frau Maria hat allerdings den schwersten Job, sie muss alles mitmachen.“ Danach wurde in der Halle gefeiert.

Projektwoche – Grundschüler erleben die Natur

Die Grundschüler erleben im Rahmen der Projektwoche einen Vollernter bei der Arbeit. Jedes Kind darf kurz in der Fahrerkabine Platz nehmen

Erlebnisreiche Tage hatten die Schüler der Grundschule im Rahmen der Projektwoche vor den Pfingstferien. 

Quelle: Schwäbische Zeitung

Die Projektwoche ist ein fester Bestandteil der Grundschule Hettingen-Inneringen. Diese Bereicherung des Schulalltags fördert die Grundschüler in hohem Maße an der Entwicklung ihrer eigenen Kreativität, am Entdecken des handwerklichen Geschickes und an der Zusammensetzung logischer Denkprozesse. Da die Projekte jahrgangsübergreifend und mit vielen externen Helfern stattfinden, wird auch die soziale Kompetenz der Schüler gefördert. 

Die 59 Grundschüler hatten die Qual der Wahl. Sechs Projekte, deren Dauer auf jeweils zwei Tage ausgelegt waren, standen zur Verfügung. An zwei Projekten konnten die Schüler also teilnehmen. Das Oberthema der Projektwoche lautete „Natur in vielfältiger Weise erleben“. Ein Thema lautete „raus in die Natur“, und diese Gruppe machte sich täglich auf den Weg ins Galthaus, von wo aus spannende Erkundungstouren mit Spiel und Abenteuer starteten. Beim Arbeiten mit Holz konnten die Kinder Holzfällarbeiten und einen Vollernter live erleben, Revierförster Karl Bosch ermöglichte dieses besondere Erlebnis. Sie lernten die Holzarten kennen und fertigten Werkstücke mit dem Naturmaterial an, auch ein Insektenhotel wurde bei dieser Gruppe gebastelt.

„Alles rund um das Schaf“ hieß ein Projekt, bei dem die Schäferei von Familie Hospach aus Inneringen besichtigt wurde. Diese Eindrücke wurden mit einer Bildgeschichte vom Schaf Charlotte verarbeitet. Mit Schafwolle wurden kleine Utensilien hergestellt oder ein Bild gestaltet. 

Welch schöne Artikel beim Sammeln, Pressen und Verarbeiten von Naturmaterialien entstehen können, erfuhren die Teilnehmer beim Projekt „Gestalten mit Naturmaterial“. Viel genäht und kreiert wurde bei „Alles Müll oder was?“ Es entstanden sogar Hüte und Kleidungsstücke der außergewöhnlichen Art.

Weitere Projekte 

Neben der Hettinger Grundschule gibt es nun dank des Projekts „Blumen und Kräuter“ ein Beet, wo verschiedene Kräuter und Blumen wachsen sollen. Gekostet haben die Projektteilnehmer auch, leckere Kräuterdips. Pesto und Quark wurden hergestellt und sofort verzehrt.„Dank der Mithilfe von etwa 15 Müttern konnte die Woche in der aufwendigen Form stattfinden“, erklärte Schulleiterin Gudrun Zillhart. 

Abrissreifes Haus wird zum Juwel – Inneringen hat ein neues Museum


Stolz präsentieren die drei Hauptakteure Katja Morrison, Ilse Wolf und Bärbel Wolf-Gellatly die zahlreichen Exponate, die im Museum Gewandhaus in Inneringen eine würdige Bleibe gefunden haben. Es sind vor allem historische Kostüme aus verschiedenen Epochen.

 

Was aus einem Gebäude entstehen kann, das eigentlich dem Abriss geweiht ist, wenn sich jemand vehement für dessen Erhalt und Weiternutzung einsetzt, ist mit dem Museum Gewandhaus in Inneringen zu sehen.

Quelle: Schwäbische Zeitung

Der Schulterschluss von der Stadt Hettingen als Inhaberin des Gebäudes, von der Künstlerfamilie Wolf und vom extra gegründeten Förderverein mit Bürgermeisterin Dagmar Kuster als Vorsitzende ließ ein wahres Juwel entstehen, das ab dem kommenden Wochenende offiziell seine Türen für Besucher geöffnet hat.

Zur Eröffnungsfeier für geladene Gäste trafen sich die interessierte Bevölkerung sowie politische und kulturelle Prominenz in der Inneringer Albhalle. Stilgerecht servierten junge Damen im Gardekostüm Sekt und Häppchen, denn auch dieses Kostüm wurde von der Künstlerin Ilse Wolf entworfen. Die Jagdhornbläsergruppe Riedlingen-Saulgau, geleitet von Bernadette Jochum, eröffnete mit „Rendez-vous de Chasse“. Willi Gerbracht von der Vorstandschaft des Fördervereins, ebenfalls in Tracht gehüllt, begrüßte die Gäste und führte durch das Programm.

Bürgermeisterin Dagmar Kuster zollte in ihrem Grußwort vor allem der ideengebenden Familie Wolf die allerhöchste Anerkennung, Ilse und Klaus Wolf hätten die letzten zwei Jahre täglich in Staub, Schmutz und Lösungsmitteln gelebt. Durch diesen unermüdlichen und unbezahlbaren Einsatz konnte der geplante Kostenrahmen von 370 000 Euro für die Umbaumaßnahme deutlich unterschritten und für die Stadt minimiert werden, erklärte Dagmar Kuster.

Landrätin Stefanie Bürkle (rechts) überreicht einen Scheck über 1000
Euro an die Hettinger Bürgermeisterin Dagmar Kuster.

Landrätin Stefanie Bürkle zeigte sich äußerst beeindruckt ob dem Juwel, das geschaffen wurde. „So ein außergewöhnliches Museum hat bis dato in der Raumschaft gefehlt“, so die überzeugte Landrätin. Zur Überraschung und zur Freude von Dagmar Kuster hatte sie einen Spendenscheck der Sparkassenstiftung dabei. Auch Heinrich Güntner von der Leader-Aktionsgruppe Oberschwaben machte keinen Hehl aus seinem Stolz. „Unsere Arbeit könnte nicht besser präsentiert werden als mit solch einem Projekt“, erklärte der Vorsitzende. 75 Prozent der Gesamtkosten wurden durch EU-Fördergelder aus dem Leader-Programm finanziert.

Mit seiner Schlussbetrachtung bescheinigte Professor Dr. Erwin Zillenbiller den beiden Hauptakteuren, den Künstlerinnen Ilse Wolf und Katja Morrison, begnadete künstlerische Erbanlagen und deren maximale Ausschöpfung. Weitere schöne Akzente in die Veranstaltung setzte das Ensemble Pomeranza mit Liedern aus dem Barock und der Romantik und Stefan Fink mit seiner Gruppe, der die Gemeinsamkeit von Musik, Mode, Maul und Moral unterhaltsam aufbereitet hatte. Ein Werk aus Mozarts Hochzeit des Figaro stellte Ilse Wolfs Enkeltochter Fiona Gellatly mit Lucy Klein im aufwendigen Kostüm dar.

Katja Morrison ließ den Werdegang des Museums bis zum heutigen Tag in einer Bildpräsentation Revue passieren. Ein großes Dankeschön galt dem Inneringer Obst- und Gartenbauverein, der sich in unzähligen Gartenaktionen um die wunderschöne Außenanlage rund um das Gebäude gekümmert hatte. Am Sonntag schnupperten zahlreiche Inneringer und Hettinger in das Museum und zeigten sich begeistert.

Über 65 Stände lockten zum Älblermarkt

Am Muttertag ist in der Regel Älblermarkt und bei vielen Marktbeschickern und Besuchern ein fester Termin im Kalender: Mehr als 65 Stände rund um den Dorfplatz luden zum Stöbern, Bummeln und Entdecken ein.

Quelle: Schwäbische Zeitung

Im Foyer der Turnhalle veranstalteten die Grundschüler ihren Flohmarkt.

Fürs Verweilen und Schlemmen sorgten die Inneringer Vereine, die vom eisgekühlten Cocktail, einem leckeren Erdbeereisbecher bis zum knusprigen Hähnchen, Schupfnudeln oder Dennetle ein reichhaltiges Angebot präsentierten. Passende musikalische Umrahmung gab es von der Hettinger Musikkapelle.

Nachdem die Vereine ihre Hütten und Bewirtungszelte aufgebaut hatten, wurde am Samstagabend bei der gemütlichen Dorfhockete auf den Älblermarkt eingestimmt. Am Sonntag ging es sehr früh los, erzählt Hauptamtsleiter Marco Pudimat: „Die Aussteller kamen ab 6 Uhr, um ihre Marktstände aufzubauen.“

Zur Oldtimerweihe verwandelte sich die Wiese neben der Albhalle in ein wahres Museum an alten Traktoren Motorrädern, Autos und längst vergessenen Vehikeln wie beispielsweise ein Hanomag aus dem Baujahr 1953. Die Organisatoren Rainer Wohlwender und Gerhard Neuburger hatten alle Hände voll zu tun mit der Registrierung und der Ausgabe der Kennblätter. „Die Besitzer entscheiden morgens, wenn sie zum Fenster rausschauen, ob sie kommen oder nicht. Das ist zu 100 Prozent wetterabhängig“, sind sich die beiden sicher. Max Flöß hatte die motorisierte Seifenkiste, die sein Sohn bereits vor 35 Jahren baute und die noch heute im Einsatz ist, kurzerhand zur Segnung gebracht. Vor allem die Jungs belagerten das außergewöhnliche Gefährt mit glänzenden Augen.

Dementsprechend viel hatte Pfarrer Hubert Freier bei der Segnung zu tun, bis er die Oldtimerparade abgeschritten und gesegnet hatte.

Norbert Bischofberger aus Herbertingen war mit seiner Ledermanufaktur auf dem Markt. Zahlreiche Kinder nutzten die Gelegenheit, selbst einen Lederbeutel herzustellen.

Viele neugierige Blicke erntete Ulrike Schäfer aus Melchingen, die mit ihrem Spinnrad zeigte, wie die ursprüngliche manuelle Herstellung eines Fadens gemacht wird. Der Name „Sonnenalbfilz“ bezeichnet ihr großes aus eigener Wolle handgearbeitetes Angebot an Sitzkissen, Gotteslobhüllen, Utensilboxen und vielen weiteren Artikeln.

Familie Steinhart von der Veringer Straußenfarm kommt jedes Jahr nach Inneringen und präsentiert die ganze Vielfalt rund um den Strauß. „Das Ambiente und die Stimmung sind hier einfach besonders nett“, sagt Christel Steinhart.

Heike Brillert ist erstmals beim Älblermarkt mit ihren im Trend liegenden Garten- und Naturdekorationsartikeln, die sie „Elements4u“ nennt. „Ein Marktkollege hat mir den Älblermarkt empfohlen. Uns gefällt es sehr, wir kommen nächstes Jahr auf jeden Fall wieder,“ sagt Brillert – und schon wartet der nächste Interessent an ihrem Stand.

Beim Seil- und Korbmacher Karl Emhart können die Kinder ihre eigenen Seile drehen.

Diesen Jungs hat’s auf jeden Fall gefallen.

Am Vorabend herrschte bei der Dorfhockete mal wieder gute Stimmung…

… auch wenn manche Besucher multimedial total überlenkt waren.

Tag der offenen Tür bei Zürn/Heber/Kröll

Wenn jeder Besucher einen Johnny gekauft hat, dann hat Zürn/Heber/Kröll ausgesorgt: Das sonnige Wetter lockte zahlreiche Gäste auf die Alb, um den neuen Standort des John-Deere-Vertragshändlers in Inneringen zu besichtigen.

 

Am Sonntagvormittag würdigten mehrere Redner, darunter auch Bürgermeisterin Dagmar Kuster, den gelungenen Neubau am Südostrand der Inneringer Ortslage.

Die zahlreichen Großmaschinen fanden auch bei den Nicht-Landwirten Beachtung.

Dieses Modell hätte den großen Vorteil, dass hier nie eine Reifenpanne zu befürchten wäre.

In der neuen Werkstatthalle konnten sich die Besucher bei Speis und Trank erholen.

Für deftige Speisen und Getränke zeichnete der Narrenverein verantwortlich…

… Kaffee und Kuchen gab es beim Musikverein.

Auch der örtliche Lohnunternehmer Daniel Locher nutzte die Gelegenheit, um auf seine Dienstleistungen aufmerksam zu machen.

Die Schwäbische Zeitung hatte im Vorfeld mit dieser Sonderseite auf die Veranstaltung hingewiesen:

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Umweltaktionstag – 310 Kilo Müll gesammelt

Viele fleißige Helfer aus Hettingen und Inneringen sind beim diesjährigen Umweltaktionstag mit Flurputzete im Einsatz gewesen.

Quelle: Schwäbische Zeitung

Während in Hettingen der Schwerpunkt im Einsammeln des achtlos weggeworfenen Mülls lag, kümmerten sich die Inneringer Bürger um die Grünanlagen der öffentlichen Einrichtungen.

Sowohl entlang der Lauchert vom Wiesental bis zum Ortsende bei der Firma Trumpf, als auch entlang der Verbindungsstraße zwischen Hettingen und Inneringen waren die Mülleinsammler unterwegs. Insgesamt 310 Kilogramm Müll kamen dabei zusammen. Die Baumpflege am Galthaus wurde wieder in Angriff genommen.

In Inneringen haben unter der fachkundigen Anleitung zahlreicher Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins Baumausschneidearbeiten an mehreren öffentlichen Plätzen stattgefunden. Die Helfer waren rund um die Kirche, den Friedhof und um die Bergkappelle tätig. Ein weiterer Schwerpunkt lag dieses Jahr auch wieder beim Sportgelände in Inneringen.

Kinder und Schüler packen mit an

Auch zahlreiche Kinder und Schüler packten tatkräftig mit an. Belohnt wurden die Helfer am Ende des arbeitsreichen Vormittags mit Vesper und Getränken beim gemeinsamen Abschluss an der Hermann-Flöß-Hütte. Bürgermeisterin Dagmar Kuster bedankte sich herzlich für die Gemeinschaftsaktion, ganz besonders lobte sie die Bauhofmitarbeiter unter der Regie von Elmar Steinhart, die auch außerhalb ihrer gewöhnlichen Arbeitszeit mit ihren Gerätschaften und ihrem Einsatz mithalfen.

Ehrung der Stadt: Mit 82 noch zum Turnfest

Die Stadt Hettingen hat ihre erfolgreichen Sportler und Ehrenamtler geehrt. Neben der Meistermannschaft der SGHI wurde auch Hieron Miller ausgezeichnet, der auch mit über 80 Jahren dem Sport treu ist.

Quelle: Schwäbische Zeitung

Die Treppe im historischen Rathausschloss in Hettingen hat fast nicht ausgereicht, um die zahlreichen Sportler der Stadt, denen eine Ehrung zuteil wurde, für ein Foto zu platzieren. Unter ihnen war auch der 84-jährige Hieron Miller . „Das ist doch sehr beeindruckend, wie aktiv und erfolgreich die Hettinger und Inneringer sind“, erklärte Bürgermeisterin Dagmar Kuster angesichts der vielen Personen, die ausgezeichnet wurden. Musikalisch umrahmt wurde der Festakt von einem Ensemble der Jugendmusikschule Burladingen. In ihrer Ansprache betonte die Bürgermeisterin, dass die gemeinsame Ehrung von ehrenamtlichem Engagement und sportlichem Erfolg durchaus gewollt sei, zeige sie doch den Zusammenhang eindrücklich auf. Denn nur durch die Unterstützung seitens des Ehrenamtes – sei es als Trainer, Betreuer, Schiedsrichter oder auch Eltern – seien Sportler in der Lage, Höchstleistung zu erbringen.

Viel Lob für Simon Teufel

Simon Teufel wurde für seinen langjährigen, unermüdlichen Einsatz für das Gemeinwohl geehrt. Stellvertretend für zahlreiche Projekte, bei denen er sich einbrachte, nannte Dagmar Kuster die Planung und Sanierung des Daches am Wasserturm und des Inneringer Feuerwehrgebäudes. Anerkennend und mit der Bitte, diese wichtige Arbeit fortzuführen, überreichte Kuster ihm eine Urkunde und ein Geschenk. Bei den Einzelsportlern wurden folgende Personen für herausragende Leistung geehrt: Cindy Gluitz (Tennis), Jonathan Teufel (Tennis, Leichtathletik), Julia Bögle, Justin Miller, Niklas Birkle, Ben Rösch (alle Leichtathletik), Laura Sprißler (erfolgreiche Triathletin mit hervorragenden Platzierungen bei europäischen Wettkämpfen) und Max Kottmann (Weitsprungathlet, mit 7,53 Meter Landesmeister der Junioren).

Hieron Miller erhält besondere Ehrung

Eine besondere Ehrung wurde Hieron Miller zuteil: Der 82-Jährige stelle mit seiner jahrzehntelangen Teilnahme bei Turnfesten und dem regelmäßigen Ablegen des Sportabzeichens und vielen weiteren sportlichen Aktivitäten ein großes Vorbild für die nachfolgende Generation dar. Des Weiteren wurden zwei sehr erfolgreiche Fußballmannschaften geehrt: Die D-Junioren der Spielgemeinschaft Hettingen-Inneringen feierten in der vergangenen Saison die Meisterschaft und die Hallenbezirksmeisterschaft.

Die erste aktive Mannschaft der Spielgemeinschaft konnte die Saison mit dem verdienten Aufstieg in die Bezirksliga abschließen. Spielführer Florian Flöß bedankte sich für die Nominierung und die Ehrung. Mit einem amüsanten Einblick in die Mannschaft und dankenden Worten für Trainer Alexander Failer übergab er der überraschten Bürgermeisterin Dagmar Kuster eine gerahmtes Foto der erfolgreichen Mannschaft.