Gemeinderat stimmt für weitere Windparkplanung

Die Planungen zur Bildung von Konzentrationsflächen für Windkraftanlagen im Gemeindeverwaltungsverband Laucherttal können aus Hettinger Sicht weitergehen. Der Gemeinderat hat die Empfehlung für die kommende Sitzung des Verbands nach einer kontroversen Debatte ausgesprochen. Wenn alle vier Kommunen zustimmen, kann der nächste Schritt zur Anpassung des Flächennutzungsplans begangen werden.

Quelle: Schwäbische Zeitung

Kontrovers begann es schon, bevor das Gremium in die Debatte einsteigen konnte: Bürgermeisterin Dagmar Kuster leitete den Tagesordnungspunkt mit der Frage nach der Befangenheit ein. Sie bat die vier Inneringer Räte Birgitte Gluitz, Sabine Rösch, Gertrud Schüle und Holger Bohner, sich als befangen zu erklären, sich deutlich vom Tisch wegzusetzen und nicht an der Debatte teilzunehmen. Sie oder die Familie haben Grundstücke auf den geplanten Konzentrationsflächen.

Bohner erklärte sich für nicht befangen, der Bericht des Rechtsanwalts und die Stellungnahme der Kommunalaufsicht des Landratsamtes lese er anders als die Bürgermeisterin, sagte er. Er wolle es sich nicht leichter machen, in dem er sich als befangen erkläre, er wolle mitstimmen, sagte er.

Bürgermeisterin Kuster erklärte, es könne nicht darüber diskutiert werden, das Gremium müsse nun darüber abstimmen, ob Rat Bohner befangen ist oder nicht. Darüber durften auch die Rätinnen, die sich als befangen erklärt hatten, wiederum mitstimmen. Die fünf Hettinger Gemeinderäte und Bürgermeisterin Kuster stimmten mit Ja, die Inneringer enthielten sich. So verkündete Bürgermeisterin Kuster, dass Rat Bohner per Mehrheitsbeschluss als befangen erklärt ist und bat ihn vom Tisch abzurücken. Er setzte sich in die Reihen der Bürger, die Rätinnen Gluitz, Rösch und Schüle folgten ihm. So blieben auf der Inneringer Seite des Tisches nur noch die Räte Gerhard Sprißler, Wilhelm Gerbracht und Jürgen Ott.

Bürgermeisterin Kuster erläuterte, dass auf drei Zonen Windkraftanlagen gebaut werden können: bei Kettenacker, bei Inneringen und bei Veringenstadt. Die Räte hatten an dem Abend darüber zu diskutieren, ob der nächste Schritt gegangen wird.

Gerhard Sprißler stimmt gegen Beschlussvorschlag

Rat Sprißler sprach sich dagegen aus und legte seine Argumente dar. Die Energiewende müsse sein, doch gebe es neue Erkenntnisse in Sachen Windenergie. So stelle sich die Frage, ob es gut sei, dass in der Region Windkraftanlagen gebaut werden. Im Energieerlass sei festgehalten, dass Windkraftanlagen nur dort gebaut werden sollen, wo sie sinnvoll sind, wo sie Mensch und Natur nicht oder nur wenig beeinträchtigen. Immer mehr verdichte sich der Verdacht, dass der Infraschall schädlich sei. Er gab zu bedenken, dass wenn sich dies erweise, die Anlagen still gestellt werden. Brütende Vögel wie Milane sind Ausschlusskriterien, dazu gebe es bereits Gerichtsurteile. Sollten fünf Windkraftanlagen in Inneringen gebaut werden, so müsste man den Wald in einer Größenordnung von fünf Fußballplätzen roden. Auch sei die Albhochfläche touristisches Gebiet, Windkraftanlagen würden das Landschaftsbild zerstören. Außerdem sei das Betreiben von Windkraftanlagen in der Region nicht wirtschaftlich. Er könne dem Beschlussvorschlag der Verwaltung nicht zustimmen, kündigte er an.

Bürgermeisterin Kuster erklärte, dass diese Flächen für die Windkraft, deshalb ausgewiesen werden, damit nicht jeder Investor dort bauen kann, wo er will, sondern nur dort, wo die Gemeinde dafür die Flächen bereit stellt. Rat Winfried Liener betonte, gesetzlich sollte der Windkraft ein größtmöglicher Raum zugestanden werden, sonst sei die Planung hinfällig, weil ein Investor klagen könnte. Rat Gerbracht erinnerte daran, dass 2012 der erste Beschluss gefasst worden sei, gerade um die drohende Verspargelung der Landschaft zu verhindern.

Die Räte hatten drei Beschlüsse zu fassen. Einstimmig nahmen die Räte die vorgetragenen Anregungen der Träger der öffentlichen Belange und der Öffentlichkeit zur Kenntnis. Dem Abwägungsvorschlag stimmte das Gremium bei einer Gegenstimme zu. Der Gemeinderat empfiehlt dem Gemeindeverwaltungsverband – bei zwei Gegenstimmen – dem vorgelegten Entwurf des Flächennutzungsplans zuzustimmen und weitere Anhörungen zu machen.

 

Hat eigentlich jemand Bilder vom Schwimmbad?

Wenn das Thermometer auch auf der Alb über 30°C anzeigt, wünscht man sich ein Schwimmbad. Früher gab es das ja in Inneringen. Hat da eigentlich noch jemand Bilder davon?

Die Generation Ü45 kann sich noch schemenhaft bis gut daran erinnern, für alle „Nachgeborenen“ ist es eine der vielen Geschichten aus der guten, alten Zeit: Das Inneringer Schwimmbad. Das Luftbild oben stammt aus dem Jahr 1960 und wurde 1998 im Buch „Inneringer Geschichte in Fotografien“ des engagierteHeimatkundlers Botho Walldorf abgedruckt. Damals gab es den Sportplatz noch nicht, gekickt wurde seinerzeit im Bereich „Großer Brühl“ neben der Sägehalle des Holzwerks Kempf. Die Holzhütte dürfte dagegen noch einigen bekannt sein, vor dem Bau des Sportheims 1983/84 wurde dort die Sportplatzwurst verkauft. Tatsächlich war dies aber die Umkleidekabine und der Kiosk des Schwimmbads.

Über einige Jahre wechselten sich Gammertingen und Inneringen als Austragungsort für die Gauschwimmfeste im Turngau Hohenzollern ab. Nur dort gab es solche Einrichtungen.

Dem Schwimmbad war allerdings nur eine recht kurze Lebenszeit beschieden: Kurz nach seinem Amtsantritt im Jahr 1975 musste der neugewählte Bürgermeister Johannes Müller das Bad schließen. Dies lag sicherlich zum einen am hohen Aufwand, der für einen hygienisch einwandfreien Betrieb notwendig gewesen wäre, zum anderen aber auch daran, dass die „badetauglichen Tage“ auf 820 m Meereshöhe eng bemessen waren.

Interessant wäre, wie das Schwimmbad „im Betrieb“ ausgesehen hat. Hat noch jemand private Bilder aus dieser Zeit? Vielleicht sogar vom betriebenen Kiosk, der Liegeweise?

Wenn ja, dann diese bitte als Scan an das hiesige Internet schicken oder einfach zum einscannen abgeben! Das Original wird selbstverständlich pfleglich behandelt und umgehend wieder zurückgegeben.

Bevor das Schwimmbad um 1960 angelegt wurde, sah es dort so aus: Die Straße nach Veringen war noch ein Schotterweg, und die Wasserfläche war offensichtlich deutlich größer.

Inneringer gibt Computerkurse in Afrika

Raphael Freiheit hat Wirtschaftsinformatik studiert und will sich in Tansania sozial engagieren.

Quelle: Schwäbische Zeitung

In zwei Monaten geht Raphael Freiheits großer Traum in Erfüllung. Dann fliegt der 25-jährige Inneringer nach Tansania. Ein Jahr lang wird er dort unter anderem Computerkurse geben und den Internetauftritt der Nichtregierungsorganisation „Chema“ pflegen, für die er arbeiten wird. Für Raphael Freiheit kein Problem: Vor Kurzem hat er sein Studium der Wirtschaftsinformatik abgeschlossen. „Und dann habe ich nach einer neuen Herausforderung gesucht“, sagt er. Für ihn lag der Gedanke nah, sich ein Jahr lang für ein soziales Projekt im Ausland zu engagieren. „Meine älteren Schwestern haben das auch beide gemacht, eine davon ebenfalls in Tansania“, sagt Freiheit. „Ich wollte das auch immer, und jetzt ist der Zeitpunkt perfekt.“

Raphael Freiheit war noch nie so lange von zu Hause weg und auch noch nie so weit. „Das Längste war mal ein vierwöchiger Roadtrip durch Großbritannien.“ Angst vor Heimweh hat er aber nicht: „Heutzutage ist es ja viel einfacher, über das Internet in Kontakt zu bleiben.“ Und vielleicht besucht ihn seine Freundin auch mal in Tansania. Sie sei erst skeptisch gewesen, weil ein ganzes Jahr so eine lange Zeit ist. „Aber jetzt unterstützt sie mich total“, sagt er. „Sie weiß ja auch, dass das mein größter Traum ist.“ Trotzdem werden ihm Familie und Freunde und wohl auch so mancher Komfort fehlen, den er von Deutschland gewohnt ist. „Technik, fließendes Wasser oder einfach mal den Fernseher einzuschalten – das hat schon was“, sagt Raphael Freiheit.

Bis es losgehen kann, muss er noch viel organisieren. Zu den wichtigsten Vorbereitungen zählen Impfungen und die Beschaffung eines Visums. Bei all diesen Dingen wird er von seiner Entsendeorganisation „artefact“ unterstützt, ein Zentrum für nachhaltige Entwicklung in Glücksburg an der Ostsee.

Wohnen in der Zweier-WG

„Nächste Woche fahre ich zu einem Seminar, wo es dann noch einmal wichtige Informationen zu Flug und Abläufen gibt.“ Vor Ort stellt die Organisation Raphael Freiheit eine Wohnung zur Verfügung, „wahrscheinlich wird das eine Zweier-WG“. Er hofft, dass er dann während seines Einsatzes flexibel eingesetzt wird und auch Einblick in andere Bereiche bekommt. Zu den Aufgaben von „Chema“ gehören unter anderem auch biologische Landwirtschaft, Aufforstung und das Thema erneuerbare Energien.

Ganz sicher ist Raphael Freiheit sich aber schon jetzt, dass ihn das Jahr in Tansania persönlich weiterbringen wird. „Ich glaube schon, dass man seinen Horizont erweitert und weltoffener wird.“ Weltoffen wirkt er aber eigentlich schon jetzt. „Ich bin sehr sozial“, sagt er über sich selbst. „Viele sagen, ich hätte etwas anderes studieren sollen.“ Doch nun stellt er sein Fachwissen ja einem sozialen Zweck zur Verfügung. Was danach kommt, weiß Raphael Freiheit noch nicht so genau. „Der Plan ist, dass ich mir im Bereich Informatik einen Job suche“, sagt er. „Aber wer weiß – vielleicht orientiere ich mich auch nochmal um.“

Umbau der ehemaligen Schule beginnt im Juli

Im Juli beginnt der Umbau der ehemaligen Schule, der Gemeinderat hat die ersten Vergaben vorgenommen.

Quelle: Schwäbische Zeitung

Die Umgestaltung des ehemaligen Inneringer Schulgebäudes zu einem Dorfgemeinschaftshaus erfordert Bauarbeiten, die von Architekt Christoph Engler geplant werden. Im Haushalt sind dafür 390 000 Euro eingestellt worden. Aus dem Ausgleichsstocks des Landes bekommt die Gemeinde einen Zuschuss von 150 000 Euro. Der erste Block Gewerke wurde beschränkt ausgeschrieben. Der Gemeinderat hat nun die Vergabe an die jeweiligen Firmen einstimmig beschlossen. In der zweiten Juli-Woche ist Baubeginn, kündigte Architekt Engler nach der Beschlussfassung an. Das Ausschreibungsergebnis zeigt, dass Engler bei der Kostenschätzung richtig lag: Im Moment liegen die Vergabesumme rund 6000 Euro unter dem Gesamtbudget. Das Ergebnis der Ausschreibung des zweiten Blocks Gewerke werde im Juli zur Beschlussfassung vorgelegt, kündigte Bürgermeisterin Dagmar Kuster an.

TSV In­ne­rin­gen macht Wolf­gang Kott­mann zum Eh­ren­mit­glied

Verdiente Ehrung: Wolfgang Kottmann wurde vom TSV Inneringen zum Ehrenmitglied ernannt.

Quelle: Schwäbische Zeitung

Im Rahmen des Vereinsfestes des TSV Inneringen ist das langjährige Vorstandsmitglied und der Übungsleiter Wolfgang Kottmann zum Ehrenmitglied ernannt worden. Die Vorstandschaft hatte die Ernennung bereits in seiner Hauptversammlung im Frühjahr beschlossen, die Übergabe der Ehrenurkunde nahm der Vorsitzende Gerhard Flöß im Anschluss an die Siegerehrung am Sonntag vor. Auf dem Bild von links: Max Kottmann und sein Vater Wolfgang Kottmann mit Gerhard Flöß.

Inneringer öffnen Gärten für Besucher – Besucher kommen von weit her

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Gartenliebhabern aus dem weiten Umland ist am Sonntag beim Tag der offenen Gartentür in Inneringen das Herz aufgegangen. Bei zwölf Gartenreichen, die es zu besichtigen gab, gab es das ganz große Spektrum an Gartengestaltung zu bewundern.

Quelle: Schwäbische Zeitung

Schon vor 11 Uhr morgens waren die ersten Besucherscharen mit ihren Rundwegflyern in Inneringen unterwegs, um in aller Ruhe die teilnehmenden Gärten fußläufig zu besuchen. Jedoch wichen viele auch aufgrund der zunehmenden Hitze auf das Auto aus, da die Entfernungen vom Dullenberg über das Bergkäppele bis zum Wasserturm und auch zum Sportplatz beim Wolf´schen Bauern- und Barockgarten doch sehr weit auseinander lagen.

Die Gäste werden im Narrenheim bewirtet

Beim Narrenheim sorgten die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins für beste Stärkung mit Kaffee, Kuchen und herzhaften selbstgemachten Dennetle unter schattenspendenden Schirmen. Mehrere hundert Personen unterzeichneten die ausgelegten Listen, weit über den Kreis Sigmaringen hinaus fanden Gartenliebhaber den Weg nach Inneringen. „Es gibt Ortschaften, wo es nur zwei oder drei offene Gärten gibt, hier sind es zwölf Stationen, daher habe ich den weiten Weg gerne in Kauf genommen“, sagt ein Besucher aus dem Landkreis Böblingen. Zu sehen gab es von der postmodernen, mit viel Granit sehr gradlinig angelegten Außenanlage über das märchenverwunschene, mit Teich und Frosch angelegte kleine Paradies auch der üppige Obst- und Ziergarten mit Kinderspielplatz, der Nutzgarten oder der duftende Rosengarten bei der Bergkapelle.

Im Dullenberg durften die Besucher das selbstgebaute Backhaus mit Außenküche und den daneben gelegen Außenwhirlpool, eingebettet in einen Naturgarten bewundern. „Tolle Ideen zum Mitnehmen“, „So viel Liebe zum Detail“, „Ecken zum Träumen“, „herzlichen Dank für den Einblick in euer grünes Paradies“ und sogar““Schade, dass ich nicht bleiben kann, so schön ist es bei euch“, solche Sätze standen in dem Gästebuch, das eine Besitzerin ausgelegt hatte und in dem zahlreiche Besucher gerne ihren Dank und ihre Anerkennung ausdrückten. Überhaupt standen die Besitzer zum fachsimpeln gerne zur Verfügung. Im Vorbeigehen war vom organischen, mineralischen oder biologischen Dünger die Rede, von Schädlingsbekämpfungstipps und vom optimalen Standort. Der wohl mit am weitesten hergereiste Besucher meinte bei seiner Abreise zufrieden, dass sich die Fahrt und der Sonnenbrand, den er sich eingehandelt habe, sehr wohl gelohnt hätten.

Wer den Tag der offenen Gartentür verpasst hat, kann sich im WEBALBUM einen kleinen Überblick über den gelungenen Tag verschaffen.

Erster Teil des Historienspiels wird aufgeführt

Die Proben laufen seit einigen Wochen, am 19.07.2015 ist die Aufführung: Der erste Teil des von Erwin Zillenbiller verfassten Historienspiels kommt auf die Seebühne.

Zwei Teile umfasst das Werk von Erwin Zillenbiller, der erste Teil, die Landschaftsballade „Auf dem Planeten Erde – Inneringen werde“ kommt jetzt zur Aufführung. Als Rahmen wurde das Seefest des Musikvereins vom 18. – 20. Juli 2015 gewählt, für das leibliche Wohl ist somit bestens gesorgt. Beginn ist am Sonntag um 16 Uhr.

Wie in Bregenz wird es eine Seebühne geben – beste Bedingungen also für hoffentlich viele Zuschauer.

Der Eintritt beträgt 5 Euro, Kinder bis zwölf Jahre sind frei.

 

TSV-Fest: Rahmenprogramm findet Anklang

An den beiden ersten Tagen des TSV-Vereinsfestes stand der Fußball im Mittelpunkt. Sowohl die AH-Spieler wie auch die Elfmeterspezialisten kamen voll auf ihre Kosten.

Quelle: Schwäbische Zeitung

Am späten Freitagnachmittag begann das Sportwochenende des TSV Inneringen mit dem Kleinfeldturnier der Alten Herren. Parallel dazu fanden Einlagespiele von drei Fußballmannschaften von Menschen mit Behinderung statt, die durch den offenen Ausdruck ihrer Freude am Sport eine Bereicherung der Veranstaltung waren. Die ersten Sieger des Turniers waren erneut die Mannschaft der Sigmaringer Fidelisschule, bei den zehn Mannschaften der alten Herren gewann der TSV Benzingen.

Beherzt nimmt ein Fußballspieler der Biberacher Mannschaft der Werkstatt für behinderte Menschen bei der Siegerehrung dem verduzten Organisator Gerhard Sprißler das Mikrophon  aus der Hand. „Wir hatten so viel Spaß heute und möchten uns ganz herzlich bedanken. Die Spiele waren fair und wir haben alle irgendwie gewonnen“, diesen Worten des strahlenden Biberacher Spielers hatte Gerhard Sprißler tatsächlich nichts mehr anzufügen. Der Modus des Inklusionsturniers, bei dem die Behindertensportgruppe Lautenbach des SV Großschönach als dritte Gruppe teilnahm, war klar festgelegt. Ein Torspieler und sechs Feldspieler, jeder Mannschaft wurden zwei aktive Spieler der Spielgemeinschaft Hettingen-Inneringen zugelost, einer spielte jeweils mit, durfte aber keine Tore erzielen. Die Spieldauer wurde auf 15 Minuten festgelegt, jeder spielte gegen jeden. Am Ende hatten die Sigmaringer Fidelisschüler die meisten Punkte erzielt und durften sich als erster Sieger feiern. Anerkennende Worte gab es auch von Werner Schwanzer, wfv-Beauftragter für  den Behindertenfußball, der überraschend angereist war und zwei Fußbälle für den TSV Inneringen und sein außerordentliches Engagement um die gelebte Inklusion dabei hatte. Die Begegnungen der zehn Mannschaften der alten Herren, die unter Turnierleiter Thorsten Frank bis in die späten Abendstunden reichten, brachte den TSV Benzingen als Turniersieger vor dem SV Bingen/Hitzkofen hervor. Der Vorjahressieger SV Langenenslingen erreichte im Neun-Meter-Schießen den dritten Platz.

Am Samstagnacht tummelten sich wiederum zahlreiche fantasievoll benannte Mannschaften auf dem Trainingsgelände, wo auf drei Tore gespielt wurde und der Turniersieger des Gaudi-Elfmeterturniers ermittelt wurde. 55 Mannschaften, darunter 16 Damenmannschaften wurden von Organisator Florian Flöß und seinem Helferteam bis nach Mitternacht durch den Abend geführt, bevor die Sieger feststanden.

Das Gaudi Elfmeterturnier am Samstagabend entschied erneut die Mannschaft „Boseggel United“ aus Harthausen/Scher für sich…

… beim Damenwettbewerb siegte „äh, wart mal kurz“ aus Langenenslingen.

Als besondere Belohnung durften die Harthauser Sieger den riesigen Wanderpokal mit nach Hause nehmen und behalten, da sie das Turnier zum dritten Mal in Folge gewannen.

Gefeiert haben aber auch die anderen Mannschaften.

Die hiesigen Gardemädels konnten fußballerisch nicht ganz an das hohe Niveau anknüpfen, das sie an der Fasnet auf die Bretter bekommen.

Der SGHI-Nachwuchs konnte immerhin ein Pokälchen erringen.

Siegreiche Gladiatoren und Sport mit und ohne Handicap

Das sportliche Festwochenende auf dem Inneringer Gelände fand mit dem Fischerstechen und dem WBRS-Sportfest seinen krönenden Abschluss.

Quelle: Schwäbische Zeitung

Beim Sport- und Spielfest, das der TSV Inneringen zusammen mit dem Württembergischen Behinderten- und Rehabilitationssportverband ausrichtete, absolvierten Sportler mit und ohne Behinderung die leichtathletischen Disziplinen, der Spaß am gemeinsamen Sport stand dabei ganz klar im Vordergrund und wurde immer wieder durch Jubelschreie ausgedrückt. Das Fischerstechen am Nachmittag entschieden die beiden Gladiatoren Mathias Sprißler und Florian Flöß vor den Augen zahlreicher Zuschauer für sich.

Der Vorsitzende des Sigmaringer Sportforums und mehrfache Teilnehmer der Paralympics, Dr. Marcus Ehm war am Vormittag zur Eröffnung des Sportfestes gekommen und lobte die Organisatoren um Gerhard Sprißler ob der Energie, die aufgebracht wurde, um diese sportliche Begegnung zu ermöglichen. „Ohne Inklusion funktioniert unsere Gesellschaft nicht. Hier wird nicht nur geredet, sondern etwas getan“, lobte der Schirmherr Marcus Ehm. Auch Joachim Rieker vom WBRS  ließ es sich nicht nehmen, der Veranstaltung beizuwohnen.

Aus Ellwangen, Mühlhofen, Esslingen oder auch Reutlingen waren knapp 60 Personen mit insgesamt sieben Betreuern angereist, um an der Veranstaltung zusammen mit den Kindern des TSV Inneringen teilzunehmen. Nach dem gemeinsamen Aufwärmen ging es los, per Los wurden insgesamt fünf gemischte Riegen gebildet. Wunderschön zu beobachten war dabei, wie sich die Kinder und die behinderten Menschen einander näherten und selbstverständlich bei der Durchführung der Disziplinen zusammen halfen. Die pure Freude beim Ballweitwurf, der vielleicht gerade mal fünf Meter weiter landete, wurde durch Jubelschreie und Abklatschen ausgedrückt. „Das hat so sehr Spaß gemacht mit den Behinderten zusammen“, sagt die neunjährige Riegenführerin Leni, die ausschließlich behinderte Personen in ihrer Gruppe hatte.

Diese Freude und Begeisterung bei allen Teilnehmern zu sehen lohne den Aufwand allemal, sagt Gerhard Sprißler. Obwohl er bedauert, dass keiner der umliegenden Vereine oder der umliegenden Behinderteneinrichtungen trotz persönlicher Einladung den Weg nach Inneringen gefunden hat.

Teil des Rahmenprogramms: Der Auftritt der Ropeskipping-Gruppe.

Dank des reichhaltigen Mittagstischs verweilten die Gäste bis zum Fischerstechen und erlebten wiederum spannende Duelle der neun Teams auf dem Inneringer See.

Dort geschah gar sensationelles: Seriensieger Andi Metzger, zusammen mit seinem Jahrgangskollegen Paul-Hermann Reiser für den Kindergartenjahrgang 1969 angetreten, fiel erstmals seit der Erfindung des elektrischen Stroms in den Inneringer See.

Im Endkampf standen sich schließlich die Gladiatoren der SGHI (Florian Flöß und Matthias Sprißler) und die A-Jugend (Maximilian und Felix Teufel) gegenüber.

Nach einem harten Fight stürzte Max schließlich ins Nass – dem Hörensagen nach, weil sein Cousin Felix bei der Navigation die Kupplung hatte schnäppen lassen. Die Gladiatoren sahen es mit Freude. Maximilian Teufel war dennoch stolz, dass er seinen großen Bruder und auch seinen Vater ins kühle Nass beförderte.

Im Rahmen der anschließenden Siegerehrung wurde Wolfgang Kottmann, dem „Leichtathlethik-Vater“ der örtlichen Sportler, die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

Anschließend waren alle Rivalitäten vergessen, die gewonnenen Lebensmittel wurden brüderlich geteilt.

Zwölf Gärten laden zur Besichtigung ein

Nach der erfolgreichen Premiere im Jahr 2009 macht der Inneringer Obst- und Gartenbau und Landschaftspflegeverein am kommenden Sonntag wieder mit beim Tag der offenen Gartentür.

Quelle: Schwäbische Zeitung

Nach dem erfolgreichen Tag, der in Inneringen erstmals 2009 durchgeführt wurde, konnte die Inneringer Vorsitzende Sabine Maier und ihre Schriftführerin Heike Teufel dieses Jahr zwölf Gartenbesitzer für den Gartentürtag begeistern und gewinnen. Am Sonntag sind zehn Privatgärten und zwei Vereinsgärten ab 11 Uhr zu besichtigen. Im Narrenheim ist für eine reichhaltige Bewirtung mit Kaffee, Kuchen und Dennetle durch den Gartenbauverein gesorgt.

Besonders erfreut ist Vorsitzende Sabine Maier, dass bis auf zwei Gärten dieses Jahr ausschließlich neue Gärten, also die 2009 nicht mit dabei waren, ihr grünes Refugium öffnen, auch im Inneringer Ferienwohngebiet Dullenberg sind zwei Gartenbesitzer dabei. 

Einen übersichtlichen Flyer zum Rundgang gibt es an den drei ausgewiesenen Parkplätzen beim Sportplatz, bei der Landesbank und im Dullenberg. 

Der Tag der offenen Gartentür beginnt am kommenden Sonntag, 28.Juni ab 11 Uhr und endet gegen 17 Uhr. Das Museum Gewandhaus hat seine Öffnungszeiten für diesen Sonntag angepasst, so dass die Museumstür ebenfalls schon ab 11 Uhr für Besucher geöffnet ist.