Wer hat Lust, Blockflöte zu lernen?

Der Musikverein Inneringen beginnt mit einem neuen Blockflötenkurs für Kinder ab sieben Jahre. Interessierte Eltern können sich bei Vorstand Thomas Metzger melden.

Der Musikverein Inneringen wird im September wieder mit einem Einsteigerkurs Blockflöte für Kinder ab 7 Jahre beginnen.

Der Kurs wird von Frau Britta Wacker geleitet und wird voraussichtlich entweder am Montag oder Mittwoch nachmittags stattfinden.

Meldet euch bitte, wenn ihr Interesse habt.

Musikverein Inneringen 1858 e.V.
Thomas Metzger
E-Mail: tom.metzger@gmx.de
Telefon: 07351/441490

Gewandhaus: Die 1000. Besucherin kommt aus Bitz

Künstlerin Ilse Wolf, Rebecca Schairer aus Bitz, Andrea Fischer

Drei Monate nach der Eröffnung des Museums „Gewandhaus“ konnte jetzt die 1000. Besucherin begrüßt werden: Rebecca Schairer aus Bitz erhielt nicht nur ein Präsent, sie wurde zudem von Ilse Wolf persönlich durch die Räume geführt.

Am 16. August und damit genau 3 Monate nach der Eröffnung konnte, so teilte der Museums-Förderverein mit, die 1000. Besucherin begrüßt werden. Die Künstlerin Ilse Wolf begrüßte die Besucherin mit großer Freude und überreichte ihr ein Präsent. Die anschließende Führung durch 500 Jahre Modegeschichte übernahm sie dann selbst.

Dieser Erfolg in einer so kurzen Zeit beweist, dass die Idee zu diesem einzigartigen Museum auf der Schwäbischen Alb genau das Richtige war. Alle bisherigen Besucher, die zum Teil auch von weither anreisten, waren nach dem Besuch begeistert von dem, was ihnen künstlerrisch durch Ilse Wolf und ihrer Tochter Katja Morrison dargeboten wird. Die Begeisterung wird deutlich sichtbar durch die Eintragungen im Gästebuch.

Das Museum ist bis November jedes Wochenende, Samstag und Sonntag von 13:30 Uhr bis 17:00 Uhr, geöffnet. Außerhalb dieser Öffnungszeiten finden Führungen, nach vorheriger Anmeldung, auch während der Woche statt.

Ferienspiele – Kin­der ent­de­cken das ein­fa­che Le­ben frü­he­rer Zei­ten

Unter dem Motto „Ab durch den Dschungel – die wilden Tiere sind los“ haben vom 24. bis 28. August die dritten Ferienspiele der Stadt Hettingen stattgefunden. Insgesamt 19 Kinder von der Vorschule bis zur vierten Klasse aus Hettingen und Inneringen konnten eine Woche lang Spaß und Spiel in der Gemeinschaft erleben.

Betreut wurden die Kinder in diesem Jahr von Valentina Wohlwender, Jessica Pröbstle, Cindy Gluitz und Madeleine Kunz. Neben der Betreuung zu den Kernzeiten von 9 bis 12 Uhr sowie von 13.30 bis 17 Uhr kamen auch drei Kinder bereits um 7.30 Uhr zum Frühstück. Sieben Kinder haben die Mittagspause mit Mittagessen bei den Ferienspielen verbracht. Abwechslungsreiche Bastelarbeiten, Gruppenspiele sowie ein ganztägiger Ausflug ins Oberschwäbische Museumsdorf Kürnbach standen auf dem Programm.

Im Museumsdorf konnten über 30 historische Wohn- und Wirtschaftsgebäude aus dem oberschwäbischen Land bestaunt werden. Bei einer Museumsrallye begaben sich die Kinder auf eine Zeitreise. Dabei entdeckten sie das einfache und auch harte Leben früherer Zeiten. Die Ferienspiele wurden bei einem Grillfest mit den Eltern beendet. Die Kinder präsentierten dabei ihre Bastelwerke.

Quelle: Schwäbische Zeitung

Zum Tode von „MV“ – Enger Kontakt zur Verwandtschaft auf der Alb

Wenn in Stuttgart die Trauerfeier für den früheren Präsidenten des Deutschen Fußballbundes (DFB) und den zweifachen Stuttgarter Minister a.D., Gerhard Mayer-Vorfelder, stattfindet, werden Inneringer unter den Trauergästen sein. Die Urgroßmutter von Margit Mayer-Vorfelder war Inneringerin, und die Familie pflegte regelmäßig die Kontakte zur Verwandtschaft auf der Schwäbischen Alb.

Quelle: Schwäbische Zeitung

Eine der Verwandten ist Elisabeth Maier. Sie und Margit „MV“ kennen sich seit ihrer Kindheit und haben sich nie aus den Augen verloren. „Der Verwandtschaftsgrad ist nicht sehr eng, aber Margit, ich und meine sieben Geschwister waren viel beieinander“, erzählt Elisabeth Maier. Margit sei in Stuttgart aufgewachsen und sei in den Ferien regelmäßig nach Inneringen gekommen. Margit Deutschle, wie sie mit Mädchennamen hieß, sei immer problemlos und ganz natürlich gewesen. Zwischen den Cousinen ist eine Freundschaft gewachsen, die bis ins Alter gehalten hat. Vor allem eine Schwester von Elisabeth Maier, die in Stuttgart lebt, hält engen Kontakt zu den „MVs“.

Als Margit Deutschle Gerhard Mayer-Vorfelder kennenlernte und heiratete, war der etwa zehn Jahre Ältere bereits ein aufstrebender Politiker und leidenschaftlicher Fußballer. Viele Inneringer und Hettinger wissen heute noch, dass „MV“ als einer der Väter der Gemeinde Hettingen gilt. Bei der Gemeindereform Anfang der 70er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts war vorgesehen, Hettingen nach Gammertingen einzugemeinden und Inneringen nach Veringenstadt. Doch weder in Hettingen noch in Inneringen war man begeistert davon. So nahmen der damalige Inneringer Bürgermeister Johann-Georg Brandstetter und sein Hettinger Amtskollege Johann Knaus Kontakt mit Mayer-Vorfelder auf. Und der damalige persönliche Referent des Ministerpräsidenten Hans Filbinger erreichte das, was sich die Bewohner auf der Alb wünschten: Hettingen und Inneringen konnten eine eigene Gemeinde bilden. „Er hat sich eingemischt“, kommentiert Erwin Zillenbiller aus Veringenstadt heute das Geschehen von damals. Zillenbiller hat zu jener Zeit ebenfalls in Stuttgart Politik gemacht.

Man duzt sich

Doch auch als Mayer-Vorfelder zum Kultusminister, Finanzminister und zum DFB-Präsidenten aufstieg, kam er mit seiner Frau regelmäßig auf die Alb. „Er war leutselig und fühlte sich wohl in der Gesellschaft von Leuten, bei denen es einfach war“, sagt Elisabeth Maier. Selbstverständlich habe man sich geduzt. Er sei immer sehr gesellig gewesen, und man habe viel gelacht. Ihre Knödelsuppe habe er besonders gern gemocht, erzählt Elisabeth Maier. Gerne verband Mayer-Vorfelder seine Besuche auf der Alb mit festlichen Anlässen, zu denen sein langjähriger Freund Wilfried Steuer, der ehemalige Landrat von Saulgau und Biberach, einlud. Er wohnt im benachbarten Emerfeld.

Doch auch zu traurigen Anlässen, wie Beerdigungen, kam die Familie „MV“ auf die Alb. So ist es selbstverständlich für die Inneringer Verwandten, dass auch sie Gerhard Mayer-Vorfelder auf seinem letzten Weg begleiten.

Seniorennachmittag – Eine schöne Zeit im Urhell-Museum

Andreas Hospach hatte  eingeladen, und die Inneringer Senioren sind gerne gekommen: Das Urhell-Museum war Treffpunkt beim jüngsten Seniorennachmittag. 

Die meisten Gäste hatten die Zeit, aus der die Exponate stammen, selbst miterlebt. Der Museumschef höchst persönlich erläuterte das eine oder andere Exponat.

Erika Kleck gab die Geschichte einer Wilderei zum Besten, in der ein heimischer Bauer sein eigenes Jagdrevier zu verteidigen wusste.

 

Pater Thomas, die Urlaubsvertretung von Pfarrer Freier, erzählte aus seiner Heimat Indien.

Natürlich wurde auch gesungen: Das Hohenzollernlied und das Inneringer Heimatlied.

Und so sieht der Museumsparkplatz aus, wenn Seniorennachmittag ist.

Beeindruckendes Foto – Inneringen by night

Was für grandiose Aufnahmen möglich sind, wenn eben keine Straßenlampen und sonstige Lichtquellen den Horizont behellen, das zeigt dieses eindrucksvolle Foto, das Dominik Flöß (von s’Glaserfranzen) aufgenommen hat. Für die Foto-Freaks noch die Spezifikationen:30 sec, f/2.8, ISO 12800, Walimex 14mm 2.8.

Die eingehende Bildanalyse zeigt eindeutig, dass die Milchstraße im Kreuzungsbereich Sigmaringer- / Gammertinger- / Römerstraße entspringt und von dort aus ihren  Weg ins Universum nimmt… 

Landeskinderturnfest – Gute Ergebnisse für den Inneringer Nachwuchs

 

17 Teilnehmer und 13 Top-Ten-Platzierungen – die Bilanz des TSV Inneringen beim Landeskinderturnfest in Sigmaringen kann sich sehen lassen. Viel wichtiger war jedoch, dass es allen Beteiligten viel Spaß gemacht hat.

Am vergangenen Samstag nahmen 17 Kinder und Jugendliche der Leichti-Gruppen von Daniela Bitzer und Wolfgang Kottmann am Landeskinderturnfest teil und erreichten dabei gute und sehr gute Ergebnisse. Paulina Knaus und Justin Miller konnten gar den Sieg in Ihren Wettkämpfen und Altersstufen erreichen. Leni Teufel und Fabian Steinhart belegten jeweils den zweiten Platz. Aber auch alle anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer schlugen sich achtbar.

Alle Ergebnisse gibt es HIER.

Anschließend nahmen die Kinder noch an den Mitmachangeboten vor der Stadthalle teil und hatten viel Spaß.

Die erfolgreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des TSV Inneringen:

H.v.l.: Leni Teufel (2.), Rico Metzger (12.), Lina Bregenzer (4.), Emma Knaus (7.), Anja Traub(17.), v.v.l.: Sinja Bohner (12.), Lisa Kleck (6.), Paulina Knaus (1.), Svenja Reiser (8).

H.v.l.: Fabian Steinhart (2.), Ben Rösch (6.), Paula Reiser (9.), Julia Bögle (6.), v.v.l.: Niklas Birkle (7.), Jule Teufel (10.), Lukas Reiser (7.), Justin Miller (1).

Bioenergiedorf – Das Nahwärmenetz zum Greifen nah

Eine überdurchschnittlich gute Resonanz der Fragebogenaktion, eine motivierte Initiativgruppe – das seit einigen Monaten diskutierte Nahwärmenetz in Inneringen ist zum Greifen nah.

„112 positive Rückmeldungen und fünf, die sich in den nächsten Tagen entscheiden wollen – darauf lässt sich aufbauen“ stellte Jörg Dürr-Pucher vom Büro Clean-Energy fest, als er die stattliche Anzahl von Interessenten zur zweiten Informationsveranstaltung zum Bioenergiedorf Inneringen in der Adlerstube begrüßte. Bürgermeisterin Dagmar Kuster hatte zuvor in ihren einleitenden Worten darauf hingewiesen, dass die Stadt Hettingen das Vorhaben mitträgt und unterstützt – beispielsweise dadurch, dass die städtischen Gebäude ebenfalls ans Netz angeschlossen werden sollen.

 

 

Für die grünen Gebäude wurde  Interesse angemeldet, die roten haben abgelehnt. Für die nicht farbig dargestellten Gebäude liegen noch keine Rückmeldungen vor. Die Gebäudeeigentümer werden gebeten, sich schnellstmöglich zu äußern – sowohl eine Zu- wie auch eine verbindliche Absage sind wichtig, um die Netzplanung vorantreiben zu können.

Für eine größere Darstellung des Plans HIER klicken. Dieser kann dann durch erneutes anklicken nochmal vergrößert werden.

Bei anderen vergleichbaren Bioenergiedörfern wie Völlkofen oder Ebenweiler war die Zahl positiver Rückmeldungen zu diesem Zeitpunkt zum Teil deutlich geringer, hinzu kommt, dass der gemeldete Wärmebedarf pro Gebäude höher ist als in anderen Fällen – “ hier machen sich die stattlichen Gebäude im Dorf mit entsprechend größeren Räumen bemerkbar“, so Dürr-Pucher. Er führte noch einmal die Vorteile ins Feld, die ein Anschluss ans Nahwärmenetz mit sich bringen: Ersatzinvestitionen für Ölbrenner oder Holzkessel entfallen ebenso wie laufende Kosten wie der Schornsteinfeger. Wo bisher Heizöltanks und Heizungsanlagen Kellerräume belegen, können diese künftig anderweitig genutzt werden und schließlich erfahren Gebäude eine nachhaltige Wertsteigerung. Bei einer irgendwann anstehenden Veräußerung von Gebäuden dürfte diese ebenso kostengünstige wie umweltfreundliche Heizmethode für viele Hausinteressenten ein wichtiges Kaufargument sein. 

Ingenieurin Ulrike Lorinser ging auf den technischen Teil des Vorhabens ein. Rund 4.400 Kilowattstunden Wärme benötigen die Gebäude, für die positive Rückmeldungen eingegangen sind. Nachdem nicht wenige Gebäude auch künftig teilweise mit Holz beheizt werden sollen, wird mit einem über das Netz zu deckenden Wärmebedarf von 2.500 kWh gerechnet. Um diese Wärmemenge zu erzeugen wird eine Heizleistung von rund 1.300 kW benötigt, davon können die Blockheizkraftwerke in der örtlichen Biogasanlage knapp die Hälfte liefern. Der Rest, der vor allem in der Spitzenlast benötigt wird, soll über eine oder mehrere Holzhackschnitzelheizanlagen beigesteuert werden. „Darin liegt insbesondere auch für die vielen privaten Waldbesitzer im Ort eine Chance: Sie könne das Holz aus ihren Wäldern an den Netzbetreiber verkaufen und somit doppelt profitieren“ machte Dürr-Pucher deutlich. 


Die Frage, wer Träger und Betreiber des Nahwärmenetzes sein soll, hat die Initiativgruppe in den vergangenen Wochen ebenfalls diskutiert und einen Vorschlag gemacht: So wie früher die örtliche Molke oder die Gefrieranlage von einer Genossenschaft getragen wurden, so soll auch dieses Gemeinschaftprojektin dieser örtlich verankerten Rechtsform realisiert werden. Holger Bohner hatte sich beim Genossenschaftsverband informiert und konnte detailliert berichten, wie eine solche Energiegenossenschaft aussehen kann. 

Von besonderem Interesse war in diesem Zusammenhang natürlich die Frage der Finanzierung: Wer Wärme beziehen will, mus zwingend Genosse werden und wie auch bei den Genossenschaftsbanken üblich einen Geschäftsanteil kaufen.  Der Preis hierfür wird  – wie bei den Banken auch – eher symbolischen Charakter haben. 

Die Finanzierung der Investitionen (im Raum stehen 2,5 Millionen Euro, die sich durch staatliche Zuschüsse aber noch erheblich reduzieren werden) soll im Wesentlichen über zwei Komponenten erfolgen: Zum einen muss jeder Anschlussnehmer der Genossenschaft ein Pflichtdarlehen gewähren. Dieses Darlehen wird dann mit Sätzen, die über dem liegen, was man aktuell für Geldanlagen bei der Bank erhält verzinst und vollständig zurückbezahlt. Wer mehr als sein Pflichtdarlehen investieren möchte, bekommt noch bessere Konditionen, so dass es sich auch um ein interessantes Investment handelt. Für die Genossenschaft hat dies den Vorteil, dass der Fremdkapitalbedarf reduziert wird und damit auch die Zinslast – ein Bankdarlehen wird immer mehr kosten als ein gut verzinstes Darlehen eines Genossen. Zweite Finanzierungskomponente ist eine jährliche Mindestabnahme, die beispielsweise bei 15.000 kWh liegen könnte – vergleichbar mit 1.500 l Heizöl. Der Arbeitspreis je kWh selbst kann erst dann verbindlich fetsgelegt werden, wenn die Netzstruktur und die Kosten bekannt sind. Anspruch ist es aber, günstiger als Öl oder Pellets zu sein.Für Besitzer von Holzheizungen, die nur einen Teil ihres Wärmebedarfs über das Netz decken wollen – beispielsweise die Brauchwassererwärmung im Sommer oder Spitzen im Winter – soll es „Mini-Verträge“ geben – ohne Mindestabnahme, dafür aber mit einem einmaligen Bereitstellungsentgelt.

Nächster Schritt auf dem Weg zum Ziel soll nun die Gründung der Genossenschaft sein. HIer soll es nach der Urlaubszeit eine weitere Informationsveranstaltung und eine Gründungsversammlung geben. Dann können die Planungen vorangetrieben und die entsprechenden Zuschüsse beantragt werden. Für diese Genossenschaft werden dann Funktionsträger benötigt – für den Vorstand und den Aufsichtsrat. Hier sind alle aufgerufen, sich zu engagieren. 


In der anschließenden Fragerunde wurde insbesondere die Vergleichbarkeit des Arbeitspreises mit dem Ölpreis angesprochen. Zwar liegt der Ölpreis derzeit auf sehr niedrigem Niveau, über einen längeren Zeitraum betrachtet ist aber ein deutlicher Trend nach oben zu erkennen. Auch wenn man aktuell  einen Liter Heizöl für knapp 70 Cent erhält, die Wärmekosten für 10 kWh lassen sich für eine Ölheizung nicht einfach im Verhältnis 1:10 und damit mit 7 Cent  ermitteln. Auch moderne Brennwertkessel mit technischen Wirkunsgraden jenseits der 90%-Marke haben tatsächlich höhere Verluste, speziell bei der Brauchwassererwärmung. Und die Mehrzahl der vorhandenen Ölbrenner dürfte ohnehin nicht in diese High-Tech-Klasse fallen, weshalb mit einem durchschnittlich Abzug von 20-25% beim Wirkungsgrad gerechnet wird. „Und damit wäre ein Nahwärmenetz auch vom Arbeitspreis her auf jeden Fall günstiger“, so Jörg Dürr-Pucher. Der Vergleich mit Pellets fällt in etwa ähnlich aus. „Ein weiterer Vorteil: Sie müssen sich künftig nicht mehr um schwankende Öl- oder Pelletspreise kümmern und sich darüber ärgern, eventuell in einer Hochpreisphase einzukaufen“ machte der Experte deutlich.

Zum Abschluss der Veranstaltung machte Gerhard Sprißler von der Initiativgruppe noch einmal deutlich, dass es sich hierbei um eine einmalige Chance für das Dorf handelt. Während andernorts Stadtwerke oder Unternehmen Wärmenetze betreiben und damit Geld verdienen, bietet die Genossenschaftslösung den Vorteil, dass die Wertschöpfung im Dorf bleibt, insbesondere dann, wenn die Investitionskosten bezahlt sind und die erwirtschaften Erträge dann über AUsschüttungen oder – was geplant ist – durch niedrigere Wärmepreise an die Mitglieder und Kunden weiter zu geben. Er rief dazu auf, Nachbarn und Bekannte darauf anzusprechen, ob sie den Fragebogen abgegeben haben – und gegebenenfalls zu ermuntern, dieses noch nachzuholen. Fragebögen können bei den Mitgliedern der Initiativgruppe oder hilfsweise unter bioenergiedorf@inneringen.de angefordert werden.  

Prüfungbestanden – Aber der Meisterbaum ist nicht aus Stein

Es ist schöner Brauch, einem frischgebackenen Handwerksmeister einen Baum zu stellen. Der Baum von Julian Ott zeigt, dass auch bei einem Steinmetzmeister der Baum aus Holz ist.

15 Prüflinge aus Süddeutschland und der Schweiz haben am Wochenende in Freiburg die Meisterprüfung im Steinmetzhandwerk abgelegt.

Mit dabei war Julian Ott, Juniorchef des Steinmetz- und Steinbildhauermeisterbetriebs Ott aus Inneringen.

Aus einem 1,2 Tonnen schweren hessischen Diabas hat der frisch gebackene Meister innerhalb von 80 Arbeitsstunden einen 400 kg-Wohnzimmertisch gefertigt. „Fein vom Hieb und angeschliffen“ nennt sich die Technik, die zur Anwendung gekommen ist.

Der erfolgreiche Abschluss wurde natürlich auch im Breisgau gebührend gefeiert.

Derweil stellten die Kameraden in der Heimat den eingangs erwähnten Meisterbaum…

… der den beruflichen Erfolg entsprechend würdigt.

Seefest mit Historienspiel – Gelungenes Festwochenende des Musikvereins

Das diesjährige Seefest des Musikvereins hatte mit dem ersten Teil des Historienspiels einen gelungenen Höhepunkt. Aber auch das übrige Programm ließ wenig wünsche offen.

Quelle: Schwäbische Zeitung

Der Samstag stand ganz im Zeichen der jüngeren Generation. DJ FL.X verstand es mit seinem Soundmix für ausgelassene Partystimmung und gut gelaunten Besuchern zu sorgen, für eisgekühlte Getränke und Cocktails sorgte der Musikverein. Der Sonntag stand im Zeichen der Blasmusik und wurde mit einem Frühschoppenkonzert von der Altheimer Musikkapelle eröffnet. Bis zum Beginn des Historienspiels spielte die Musikkapelle aus Neufra mit sehr ansprechender Unterhaltungsmusik zum reichhaltigen Mittagstischangebot auf.

Vorstand Thomas Metzger zeigte sich erfreut darüber, dass viele Gäste gleich im Zelt blieben und sich am reichhaltigen Kuchenbüfett stärkten, bis die Landschaftsballade um 16 Uhr begann.

Schirmherrin und Bürgermeisterin Dagmar Kuster, Autor Erwin Zillenbiller und Silvia Amann vom Historienspiel Organisationskomitee begrüßten voll Vorfreude die Gäste, die aus dem weiten Umkreis angereist waren. Und schon begann das Laienspiel mit der Schulklasse auf Exkursion, die mit ihrem Lehrer Gerhard Sprißler singend um den See wandelte. Dabei brachten die wissbegierigen Schüler ihren Lehrer bei seinen Ausführungen zur Entstehungsgeschichte der Heimat und im speziellen Inneringens, beginnend bei den kosmischen Anfängen, ab und an in Erklärungsnöte.

Sieben Wödenixen tauchen aus dem See auf

Zur Unterstützung tauchten zu Beginn die sieben Wördenixen in schillernden Meereskostümen aus dem See auf mit ihrem jahrtausendealten Wissen. Von der Mittel-, Jung- und Bronzesteinzeit, der Entstehung der Lauchert, des Bittelschießer Täle, des Albtraufs, der Flächen- und der Kuppenalb zeigt die nächste Szene, die choreographisch und tänzerisch wunderbar mit einem Elementetanz dargestellt wird, wie der Meeresboden des Jurameers zur schwäbischen Alb wird.

Sprecher Hermann Steinhart erklärte die tänzerische Darstellung. Der Jostabauer und der Klemenzenbauer, genial verkörpert von Roland Knaus und Ottmar Teufel, erklären der Schulklasse auf sehr amüsante Art, wie die Landschaft um Inneringen entstand und wie Landwirtschaft betrieben wurde. „Früher wurde die Sau zum Fressen in den Wald getrieben“, hören die staunenden Schüler. Der Lehrer schaffte es gerade noch rechtzeitig, die beiden Landwirte wieder wegzuschicken, als die beiden weiter ausführten, dass man dem Lehrer auch nicht immer alles glauben dürfe und dass man auch selber seinen Verstand einschalten solle. „Aber woher weiß man denn, wie lange hier schon Menschen leben?“ Der Schüler Niklas stellte seinen Lehrer erneut vor heimatgeschichtliche Fragen.

Mit der Szene der ersten urkundlichen Nennung des Ortes Inneringen, die im Kloster Zwiefalten im dortigen Skriptorium spielte, wurde diese Frage geklärt. Die eindrucksvolle Szene begann mit einem Pferdegespann und einer Kutsche, in welcher die Domina Gouta de Inaringin Richtung Bühne brauste.

Das rundum gelungene, knapp zweistündige Spektakel bestach immer wieder durch Überraschungsmomente durch Szenen an verschiedenen Schauplätzen, perfekte Tontechnik, herrliche Kostüme und Requisiten sowie bestem Begleitgesang durch das Frauenensemble Pomeranza und ein überwältigendes Bühnenbild auf der Seebühne. „Ich hätte es bereut, wenn ich nicht dabei gewesen wäre“, so ein angereister Gast. Sehr zufrieden war auch Erwin Zillenbiller, der die selbstgestaltete Kulturarbeit der Dorfbewohner über die Maßen lobte. „Besser hätte man das Stück nicht darstellen können“, so das Lob des Autors.

Über das Historienspiel wird auf inneringen.de noch ausführlich berichtet!

Der  Montag bot mit Auftritten der Flötengruppe (Britta Wacker), der Jugendkapelle (Janina Kleck), des Kindergartens…

… der Jugendfeuerwehr und der Ropeskippinggruppe des TSV (Katja Sprißler) ein abwechslungsreiches Angebot, was mit der Andelfinger Musikkapelle am Abend einen gemütlichen Ausklang fand.